RNZ: "Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) zu Foltervorwürfen/Türkei
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nicht das, was von der Bundesregierung kommt: Sie beschränkte sich
darauf, recht allgemein Folter zu kritisieren, ohne Deniz Yücel auch
nur beim Namen zu nennen. Angesichts der schwerwiegenden Vorwürfe
wäre es mindestens angebracht gewesen, den türkischen Botschafter
einzubestellen. Ganz abgesehen davon, dass man auch über ein
Einfrieren der Wirtschaftsbeziehungen und womöglich sogar Sanktionen
nachdenken könnte - auch mit Blick auf Erdogans generell
autokratisches Verhalten (siehe die Annullierung der
Bürgermeisterwahl in Istanbul). Diplomatische Zurückhaltung mag zwar
eine Tugend sein. Aber die Verzagtheit, mit der Berlin gegenüber
Ankara agiert, ist schwer nachvollziehbar.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
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Datum: 12.05.2019 - 19:01 Uhr
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