Rheinische Post: Künast: Bayer-Management hat giftige Geschäftspraktiken von Monsanto ignoriert
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hat dem Management des Bayer-Konzerns vorgeworfen, "giftige
Geschäftspraktiken" des US-Tochterunternehmens Monsanto ignoriert zu
haben. "Mit der Übernahme von Monsanto hat Bayer nicht nur
landwirtschaftliche Gifte, sondern auch toxische Geschäftspraktiken
übernommen", sagte Künast der Düsseldorfer "Rheinischen Post"
(Donnerstag) mit Blick auf die von Monsanto offensichtlich geführten
geheimen Listen mit Kritikern des Unternehmens und seiner Produkte
wie das möglicherweise krebserregende Unkrautvernichtungsmittel
Glyphosat. Die Betroffenen müssten unverzüglich und noch vor
Abschluss der internen Aufklärungsaktivitäten erfahren, ob und welche
Daten über sie gespeichert wurden - und zu welchem Zweck, forderte
Künast. "Wer das System Monsanto mit offenen Augen betrachtet hat,
konnte wissen, dass Wissenschaftler mit Fake-Studien diskreditiert
wurden und Kritiker mit Kampagnen mundtot gemacht werden sollten."
Künast betonte ferner: "Das Management von Bayer hat dabei
wissentlich weggesehen." Künast fordert in einem gemeinsamen Brief
mit Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter und fünf weiteren
Abgeordneten aus Bundestag und EU-Parlament Bayer-Chef Werner Baumann
zur Offenlegung der Kritiker-Listen auf.
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Datum: 15.05.2019 - 13:37 Uhr
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