Neustart! Bürger diskutieren online über die Zukunft des Gesundheitssystems

Neustart! Bürger diskutieren online über die Zukunft des Gesundheitssystems

ID: 1731786
(ots) -

- Robert Bosch Stiftung startet Online-Dialog mit Bürgern zur
Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitswesens
- Bürgervorschläge fließen in die Expertenarbeit der Initiative
"Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen" ein
- Experten veröffentlichen erstes Zukunftsbild des
Gesundheitssystems. Zentrale Forderungen: System mehr auf
Gesundheit ausrichten, Sozialgesetzgebung und
Versicherungssystem überarbeiten, besser ineinandergreifende
Versorgungsstrukturen etablieren

Heute startet ein vierwöchiger Online-Dialog der Robert Bosch
Stiftung GmbH zur Zukunft des deutschen Gesundheitswesens. Bis zum
23. Juli können interessierte Bürgerinnen und Bürger unter
dialog.neustart-fuer-gesundheit.de insgesamt 52 Reformvorschläge
kommentieren und diskutieren. Diese wurden zuvor bei fünf
Bürgerdialogen in Freiburg, Kiel, Köln, Fürth und Rostock von rund
500 zufällig ausgewählten Teilnehmern entwickelt. Die
Bürgerbeteiligung ist wesentlicher Bestandteil der Initiative
"Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen", mit der die
Robert Bosch Stiftung bis zur Bundestagswahl 2021 Impulse für eine
zukunftsgerechte und patientenorientierte Weiterentwicklung des
deutschen Gesundheitssystems setzen will.

"Bislang ist das Gesundheitssystem zu wenig auf den Menschen und
seine Gesundheit ausgerichtet", sagt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin
des Bereichs Gesundheit bei der Robert Bosch Stiftung. "Mit der
Initiative wollen wir die Bedürfnisse der Bürger in den Mittelpunkt
rücken und sie zu aktiven Mitgestaltern machen. Als Patienten,
Versicherte oder pflegende Angehörige sammeln sie wertvolle
Erfahrungen, die zeigen, wo Reformen ansetzen können." So finden sich
unter den Reformvorschlägen der Bürger beispielsweise mehrere Ideen


für ein einheitliches Krankenversicherungssystem oder breit angelegte
Präventionsmaßnahmen, die bereits in Kita und Schule ansetzen.
Besonders kritisch beurteilt wird die zunehmende Privatisierung von
Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, in der viele Bürger eine Gefahr
für die Qualität der Versorgung sehen.

Experten greifen Bürgervorschläge auf

Die Ergebnisse des Online-Dialogs werden von gewählten
Bürgerbotschaftern zusammengefasst und aufbereitet, um sie gemeinsam
mit Fachexperten in den Think Labs von "Neustart!" zu diskutieren.
Diese Expertenrunden bilden ein weiteres wichtiges Diskussionsformat
der Initiative. Auf persönliche Einladung der Robert Bosch Stiftung
und der Hertie School of Governance kommen die Think-Lab-Mitglieder
zusammen, um in wechselnder Zusammensetzung zentrale Zukunftsaspekte
zu bearbeiten und Vorschläge für eine Weiterentwicklung der
Gesundheitsversorgung zu konzipieren. Dabei berücksichtigen sie
ausdrücklich die von den Bürgerdialogen ausgehenden Impulse und
Rückmeldungen.

Vision zur Zukunft unseres Gesundheitssystems veröffentlicht

Als Grundlage für die Arbeit in den Think Labs haben die Experten
eine erste Vision für die Gesundheitsversorgung von morgen skizziert.
Im jetzt veröffentlichten Papier empfehlen die Experten das System
insgesamt mehr auf Gesundheit und Prävention auszurichten und den
Menschen als Richtschnur des Handelns festzulegen. Dafür sei es unter
anderem notwendig, die Sozialgesetzgebung und das Versicherungssystem
zu überarbeiten und Versorgungsstrukturen zu etablieren, die besser
ineinandergreifen. Das Expertenpapier kann ab sofort auf der Webseite
der Initiative heruntergeladen werden: http://ots.de/TRiG5w

Über die Initiative:

"Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen" ist eine
Initiative der Robert Bosch Stiftung GmbH. Ziel des Projekts ist es,
bis zur Bundestagswahl 2021 Impulse für umfassende Reformen der
Gesundheitsversorgung zu setzen. In Bürgerdialogen, auf
gesundheitspolitischen Podien und in einer Serie von Think Labs
bringt die Initiative in den kommenden Jahren die Ideen von Bürgern
und Experten zusammen und stößt eine ergebnisoffene Diskussion an.
Das Ziel: Mutige Ideen für ein Gesundheitswesen, das dem Menschen
zugewandt, patientenorientiert und offen für Innovationen ist.

Weitere Informationen zu "Neustart!" finden Sie unter
www.neustart-fuer-gesundheit.de

Über die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen,
unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen
Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und
erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene
Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen
Dritter, die zu ihren Zielen passen.

Die Robert Bosch Stiftung ist auf den Gebieten Gesundheit,
Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung tätig.

Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem
Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen
philanthropisches Wirken fort. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung
verfügt sie in ihren Fördergebieten über ein breites Wissen, die
Qualifikation zur Entwicklung von Lösungen und ein umfangreiches
Netzwerk von Partnern, Experten und Praktikern.

Die Robert Bosch Stiftung ist Trägerin des Robert Bosch
Krankenhauses in Stuttgart und der zugehörigen
Forschungseinrichtungen, Dr. Margarethe Fischer-Bosch-Institut für
Klinische Pharmakologie (IKP), Robert Bosch Centrum für
Tumorerkrankungen (RBCT) und Institut für Geschichte der Medizin
(IGM). Sie ist außerdem Gesellschafterin des UWC Robert Bosch
Colleges in Freiburg, der Deutschen Schulakademie in Berlin und des
International Alumni Center (iac) in Berlin. Die Robert Bosch
Stiftung hält rund 92 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert
Bosch GmbH und finanziert sich aus den Dividenden, die sie aus dieser
Beteiligung erhält. Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch
Stiftung rund 1,6 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit
ausgegeben. www.bosch-stiftung.de



Pressekontakt:
Michael Herm
Pressereferent, Strategische Kommunikation
Senior Manager Media Relations, Strategic Communications

Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
Tel.: +49 711 46084-290
Fax: +49 711 46084-10290
Michael.Herm@bosch-stiftung.de
www.bosch-stiftung.de
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