neues deutschland: Elmuntaser Ahmed vom sudanesischen Oppositionsbündnis SPA: Internationale Verhandlungen nur mit Vertretern der Bürgerbewegung
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Ahmed wirft der EU vor, bei Verhandlungen über die Zukunft Sudans in
Berlin die Bürgerbewegung ausgeschlossen zu haben. "Am 21. und 22.
Juni wurde in Berlin unter Anleitung des Auswärtigen Amts über die
internationale Haltung zu Sudan konferiert. Ich werfe der EU und der
Bundesregierung vor, Verhandlungen über die Zukunft Sudans zu führen,
ohne Vertreter der sudanesischen Bürger*innen einzuladen."
Gleichzeitig unterstütze man dort kriminelle Milizen, die für den Tod
vieler Demonstranten verantwortlich seien, sagte der Sprecher des
größten sudanesischen Oppositionsbündnisses SPA im Gespräch mit der
Tageszeitung "neues deutschland" (Wochenendausgabe): "Die EU
finanziert in Sudan dieselbe Miliz, die vor ein paar Jahren an dem
international geächteten Völkermord in Darfur beteiligt war und die
heute auf Demonstranten schießt."
Trotz eines am 3. Juni vom Militär verübten Massakers wollen die
Demonstranten an den Verhandlungstisch mit dem Militär zurückkehren.
- unter ihren eigenen Bedingungen. "Das, was am 3. Juni passiert ist,
ist weder politisch noch menschlich zu rechtfertigen. Wir als Allianz
der Protestbewegung fühlen uns daher menschlich und ethisch dafür
verantwortlich, dem Militärrat Bedingungen für weitere Verhandlungen
zu diktieren." Dabei sei der oberste Anspruch, friedlich zu bleiben
und Sudan nicht zu spalten. Die sudanesischen Bürger hätten über die
letzten 60 Jahre genug gelitten. "Wir wollen ihnen nicht noch mehr
Leid zufügen oder sie zum Auswandern oder zur Flucht ins Ausland
drängen", so Ahmed.
Für den 30. Juni ist erneut ein "Marsch der Millionen" geplant,
der im April zum Sturz von Präsident Omar al-Bashir geführt hatte.
Damit will die Allianz für Freiheit und Wandel, zu der auch die SPA
von Elmuntaser Ahmed gehört, ihre Bedingungen durchsetzen.
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Datum: 29.06.2019 - 06:00 Uhr
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