Neue Westfälische (Bielefeld): Ministerin wirbt mit persönlichem Brief um Lehrer
Hilf- und planlose Schulpolitik
Thomas Seim
ID: 1737182
Schulministerium beschäftigt sich zu diesem Datum gern mit besonderen
Herausforderungen. Die Ausstattung unserer Schulen in der Primar- und
Sekundarstufe I mit Lehrpersonal ist eine solche Herausforderung.
Insofern liegt die Schulministerin richtig. Inhaltlich ist das
Problem nicht neu. Seit Jahrzehnten kämpft die Landespolitik in
relativ regelmäßigen Abständen - intern nennen Schul- wie
Finanzpolitiker auch dies "Schweinezyklus" - mit Defiziten der
Schulversorgung. Eine gute Reformantwort wäre es, wenn es der
Schulpolitik gelänge, diesen Zyklus zu durchbrechen. Ganz so
schwierig kann das nicht sein. Die Schulbehörden müssten recht genau
wissen, wann welche Lehrer für welche Stufen und welche besonderen
Anforderungen gebraucht werden. Die Vorstellung, man würde die
Lehrerausbildung und den Lehrereinsatz so planen und die Lehrer so
anstellen und bezahlen, dass im Blick auf diese Bedarfe zum richtigen
Zeitpunkt ein ausreichendes Angebot an geeigneten Pädagogen zur
Verfügung stünde, ist faszinierend. Das gelingt der Politik aber
nicht. Stattdessen kommt sie regelmäßig auf solche
Krisenmanagement-Ideen wie jetzt Ministerin Gebauer. Sie sucht
Lehrer, die junge Erwachsene zum Abitur führen sollen - ungeachtet
der Anforderungen für die Ausbildung von Erst- bis Zehntklässlern.
Sie wirbt dafür nicht mit dem Angebot zusätzlicher Qualifikation für
diese Pädagogik, sondern mit der Aussicht auf feste
Anstellungsverträge. Man stelle sich vor, die Bahn würde wegen eines
großen Mangels Lufthansa-Piloten als ICE-Lokführer suchen und mit
Gehalt und Dauer-Anstellung locken statt mit der Ausbildung für den
ICE - und man begreift, wie abwegig so ein Konzept im Blick auf die
Schüler aus unterschiedlichen Primar- und Sekundarstufen ist. Der
Brief der Ministerin ist insofern nur ein weiteres Dokument der Hilf-
und Planlosigkeit der NRW-Schulpolitik.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.07.2019 - 19:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1737182
Anzahl Zeichen: 2356
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 621 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Ministerin wirbt mit persönlichem Brief um Lehrer
Hilf- und planlose Schulpolitik
Thomas Seim"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westf (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Den Gewerkschaften droht eine Spaltung wegen der Gaspreis-Bremse. Der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis wirft seinem Amtskollegen bei Verdi, Frank Werneke, wegen dessen Sondervotum zur Gas-Krise eine Beschädigung der deutschen Gewerkschaften vor. Werneke fördere ohne Not und wider besseres W
Gewerkschaften gespaltenüber Gaspreis-Bremse: IGBCE-Chef Vassiliadis droht Verdi-Vorsitzendem Werneke ...
Den Gewerkschaften droht eine Spaltung wegen der Gaspreis-Bremse. Der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis wirft seinem Amtskollegen bei Verdi, Frank Werneke, wegen dessen Sondervotum zur Gas-Krise eine Beschädigung der deutschen Gewerkschaften vor. Werneke fördere ohne Not und wider besseres W
Energiekrise: NRW will mehr Biogas produzieren ...
Düsseldorf. Die schwarz-grüne NRW-Landesregierung setzt im Zuge der Energiekrise auf die verstärkte Produktion von Biogas. Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) sieht in der Ausweitung der Biogasproduktion ein "notwendiges Instrument", um der aktuellen Energie-Knapp
Weitere Mitteilungen von Neue Westf
neues deutschland: Finanzexperte Schick sieht weiter Risiken bei Deutscher Bank ...
Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als "gewissen Forschritt", sie seinen jedoch nicht konsequent genug. "Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinkt die Gefahr, dass die Bank vom Steuerzahler gerettet werden muss", schreibt der Vo
NRZ: Der neue Landesentwicklungsplan für NRW birgt viel Zündstöff ...
Mittwochs verkündet die Landesregierung mit ihrer neuen Energiestrategie, dass bis 2030 doppelt soviel Energie aus Windkraft kommen soll. Und an diesem Freitag nimmt der Landtag mit schwarz-gelber Mehrheit den Windkraftausbau an die Kette. Wie passt das zusammen? Gar nicht. Der neue Landesentwi
Frankfurter Rundschau: Sozial verträgliche CO2-Steuer ...
Eine rasche Abkehr von fossilen Brennstoffen ist ohne Preisaufschlag unwahrscheinlich, das haben die "Wirtschaftsweisen" klargemacht. Ein Aufpreis auf Kohle, Gas und Öl würde die Suche nach alternativen Kraftstoffen beschleunigen. Wo dieser Preis ansetzt - ob bei bestehenden nationale
neues deutschland: Klimapolitik der Ordoliberalen - Kommentar zu den Vorschlägen für eine Kohlendioxid-Bepreisung ...
Für den wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream in Deutschland ist die Umwelt- und Klimaproblematik etwas von einem anderen Stern. Sie passt einfach nicht in die beschränkten Modelle von Angebot und Nachfrage, von Kosten-Nutzen-Rechnungen und einem sanften Ordnungsrahmen, der den Marktakteuren




