NOZ: FDP und Bundesländer: Schienenwege müssen häufiger gereinigt werden
ID: 1739355
häufiger gereinigt werden
Bundesregierung sieht keine Veranlassung - "Keine
Abfallschwerpunkte identifiziert"
Osnabrück. Die FDP und die Umweltminister der Länder fordern eine
bessere Reinigung der Gleisanlagen in Deutschland, der Bund als
Bahneigentümer sieht aber wohl keinen akuten Bedarf. Das berichtet
die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach hat das Verkehrsministerium
auf Anfrage der Liberalen mitgeteilt, dass die Bahn bezüglich Abfalls
"keine Hotspots identifiziert" hat. Bundesweit werde Plastikmüll mit
Absicht oder aufgrund von Unachtsamkeit auf Eisenbahngelände
entsorgt, es gebe keine regionalen Schwerpunkte, schreibt
Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Die Bahn bekomme von Lokführern
oder Anwohnern Hinweise auf verdreckte Streckenabschnitte und lasse
diese dann reinigen, hieß es ergänzend aus dem Ministerium.
Auf ihrer jüngsten Ressortkonferenz im Mai hatten die
Umweltminister der Länder den Bund gebeten, darauf hinzuwirken, "dass
Bahnanlagen häufiger gereinigt werden und dass entlang bundeseigener
Schienenwege ebenfalls eine häufigere Reinigung erfolgt". Den
Ressortchefs ging es dabei besonders um Plastikabfälle, die
eingesammelt werden sollen, bevor sie sich negativ auf die Umwelt
auswirken und zu Mikroplastik zerfallen. Offenbar verhallt diese
Bitte beim Bahneigentümer Bund aber ungehört.
Judith Skudelny, umweltpolitische Sprecherin der FDP im Bundestag,
ärgert das: "Jeder Bahnfahrer in Deutschland kennt den Anblick
verdreckter Bahnanlagen und vollgemüllter Bereiche entlang der
Schienen. Offensichtlich hat die Bundesregierung hierfür aber
keinerlei Problembewusstsein entwickelt." Die Regierung müsse darauf
hinwirken, dass Schienenanlagen häufiger gereinigt würden. Skudelny
monierte, dass der Bund Gewerbetreibende mit einem neuen
Verpackungsgesetz reguliere, zugleich aber vergesse, "im
Regulierungswahn vor der eigenen Haustür zu kehren".
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Datum: 23.07.2019 - 01:00 Uhr
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