Rheinische Post: Debatte um Fleisch-Preise: Grünen-Chef Habeck legt Vier-Punkte-Forderungskatalog vor
ID: 1743665
Grünen-Chef Robert Habeck als Alternative zu einer höheren
Mehrwertsteuer einen Vier-Punkte-Forderungskatalog vorgelegt, um die
klimaschädliche Massentierhaltung in der Landwirtschaft zu
reduzieren. "Die Erhöhung würde wegen der stark progressiven Wirkung
der Mehrwertsteuer vor allem die Fleisch-Produkte teurer machen, die
jetzt schon teuer sind. Und das sind Produkte aus der Bio-Tierhaltung
oder ähnlichen nachhaltigen Tierhaltungen", sagte Habeck der
Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag).
Statt dessen müsse die Bundesregierung vier konkrete
agrarpolitische Maßnahmen ergreifen. Dazu gehöre erstens die
Überarbeitung der Nutztierhaltungsverordnung mit klaren
ordnungrechtlichen Vorgaben. "Weil das
Bundeslandwirtschaftsministerium aber eine rechtliche Vorgabe
aussitzt, wissen die Bauern nicht, woran sie sind und investieren
erstmal gar nicht in andere Tierhaltungssysteme", kritisierte Habeck.
Zweitens brauche es ein "strenges Düngerecht, über das letztlich der
Bestand des Tierbesatzes geregelt werden kann", so Habeck. Er
forderte drittens "eine verbindliche Haltungskennzeichnung, so dass
die Verbraucher wissen, wie die tierischen Produkte entstanden sind,
und wofür sie mehr bezahlen." Er forderte viertens "eine strenge
Qualifizierung der europäischen Agrargelder". Diese würden derzeit
nach Hektar ausgeschüttet. Der Landwirt bekomme das gleiche Geld,
unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Schweine oder Kühe. "Durch
die Steuergelder sollten aber die Landwirte besser gestellt werden,
die weniger Tiere halten, den Tieren mehr Platz und Bewegung geben
und deshalb auch nicht so intensiv auf ihren Äckern wirtschaften
müssen", forderte Habeck.
Billiges Fleisch aus der industriellen Tierhaltung würde durch
eine höhere Mehrwertsteuer kaum teurer werden. "Das Preisgefälle
würde immer größer werden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dann
mehr Verbraucher zu billigstem Fleisch greifen", warnte der
Grünen-Vorsitzende. "Der Vorstoß, die Mehrwertsteuer auf Fleisch zu
erhöhen, ist sicherlich gut gemeint gewesen. Dennoch ist er nicht
zielführend", sagte Habeck.
www.rp-online.de
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2627
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.08.2019 - 15:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1743665
Anzahl Zeichen: 2648
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 676 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Debatte um Fleisch-Preise: Grünen-Chef Habeck legt Vier-Punkte-Forderungskatalog vor"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Ferienangebote für benachteiligte Kinder wirken Armut entgegen ...
Stuttgart, 26. Juli 2019 - Ärmere Kinder haben in den Sommerferien oft nur wenige Erlebnisse, bei denen sie sich erholen und Energie tanken können. Der Besuch im Freibad, Eis essen mit Freunden, Fahrradfahren im Grünen oder sogar ein Urlaub mit den Eltern ist für sie meist nicht möglich. Verbri
Borreliose politisch abgeblockt aber ärztlich massenhaft abgerechnet ...
08.08.2019. Münster. Die Horrormeldungen über Zecken werden für das Jahr 2018 noch mindestens um das Zehnfache übertroffen, wenn man die Zahlen der Arztabrechnungen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) einsieht. Im Vergleich zu Meldezahlen aus neun Bundesländern mit Borreliose-Meldepfli
Saarbrücker Zeitung: Grünen-Politiker Krischer warnt vor Desaster beim Ausbau der Windkraft - Arbeitsplatzverluste größer als in der Kohlewirtschaft ...
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Oliver Krischer, hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgefordert, sich schnell um den Ausbau der Windkraft in Deutschland zu kümmern. "Nach der Photovoltaik drohen wir jetzt die zweite große Säule der erneuerba
Rheinische Post: NRW-Polizei rüstet von BMW auf Mercedes um ...
Neben dem Ford S-Max wird die NRW-Polizei künftig auch den Mercedes Vito als Standard-Streifenwagen einsetzen. Das bestätigte das NRW-Innenministerium auf Anfrage der Düsseldorfer Rheinischen Post (Donnerstag). Die beiden Fahrzeugmodelle sollen den derzeitigen Standard-Streifenwagen, einen 3-




