Rheinische Post: Publizist Rafael Seligmann wirft Europäern Beschwichtigungspolitik vor
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europäischen Staaten vor, mit ihrer Politik den Weltfrieden zu
gefährden. "Beschwichtigungsmaßnahmen reizen Diktatoren lediglich zur
Aggression, damit gefährden sie den Frieden", schreibt Seligmann in
einem Gastbeitrag für die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Montag) vor
allem mit Blick auf den Iran und das umstrittene Atomabkommen: "Statt
sich auf die Seite der USA zu stellen und so den Druck auf Teheran zu
erhöhen, halten Deutschland, Frankreich und Großbritannien am
Abkommen fest. Dies geschieht im Namen des Friedens. Die Europäer
appellieren wieder einmal an eine aggressive Diktatur, Frieden zu
halten, obgleich diese offen Vernichtungsdrohungen gegen ihre
Nachbarn ausstößt." Zugleich tue Deutschland zu wenig, um seine
Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen: "Der Kreml nimmt es wohlwollend
zur Kenntnis. Bei Gelegenheit wird er den baltischen Staaten drohen,
womöglich diese besetzen, oder wie es dann heißen mag: heim zu
Mütterchen Russland holen. Die Nato und Deutschland werden ohnmächtig
zusehen müssen." Deutschland und Europa "frönen einer
Beschwichtigungspolitik", kritisierte Seligmann; ähnliche Fehler
hätten die westeuropäischen Demokratien mit ihrer Appeasement-Politik
bereits gegenüber Hitler gemacht: "Heute, gut achtzig Jahre später,
streben wir wiederum das edle Ziel des Weltfriedens an."
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Datum: 19.08.2019 - 00:05 Uhr
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