BearingPoint Studie - Smarte Energie: Großes Interesse, kaum Nutzer (FOTO)
ID: 1748188

(ots) -
Von intelligenten Strommessern bis hin zum Smart Home: Das
Interesse deutscher Verbraucher an Energiedienstleistungen ist groß,
aber nur wenige nutzen sie. Das belegt eine Studie der Management-
und Technologieberatung BearingPoint. Utilities-Expertin Marion
Schulte: "Energieversorger müssen jetzt verständlich machen, warum
sich die Nutzung lohnt."
Die Deutschen haben großes Interesse an zusätzlichen
Dienstleistungen von Energieanbietern wie Smart Metering, Smart Home
oder auch Einspeise- bzw. Lastmanagement, doch genutzt werden sie nur
wenig. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Management- und
Technologieberatung BearingPoint, bei der über 800 Haus- bzw.
Wohnungsbesitzer aus ganz Deutschland zu ihren Erwartungen und
Meinungen zum Thema "Energieversorger der Zukunft" befragt wurden.
Nur sieben Prozent nutzen bereits Smart Meter
Zwischen Interesse und tatsächlicher Nutzung liegt eine große
Kluft: Für die Nutzung des Smart Meter, den intelligenten
Stromzähler, interessieren sich beispielsweise 80 Prozent aller
Befragten. Aktuell verwenden aber nur sieben Prozent die digitale
Messeinrichtung. Produkte und Services zum Einspeisen von
selbsterzeugter Energie - beispielsweise mit eigener
Photovoltaik-Anlage - für Haushaltsgeräte finden 74 Prozent der
Befragten interessant, die Nutzungsrate liegt aber auch hier bei
lediglich sieben Prozent. Smart Home wird im Vergleich häufiger
genutzt als andere Energiedienstleistungen (21 Prozent). Ob die
Befragten die Technologien tatsächlich nutzen, hängt von ihrem Alter
ab: Die Anwender der energienahen Leistungen sind vorwiegend zwischen
20 und 45 Jahre alt.
Marion Schulte, Partnerin und Leiterin Utilities Deutschland bei
BearingPoint: "Auch wenn bisher nur wenige Verbraucher die digitalen
Energiedienstleistungen in Anspruch nehmen, ist das Potenzial riesig
- Energiekosten werden mit der aktuellen Umweltdiskussion weiter
steigen und damit auch das Interesse an entsprechenden Produkten und
Services. Energieversorger, die ihren Kunden frühzeitig
bedarfsgerechte und innovative Lösungen anbieten, werden langfristig
Kunden gewinnen."
Skepsis: Anschaffungskosten und Sicherheitsaspekte sind Barrieren
Danach gefragt, warum sie bisher keine Energiedienstleistungen in
Anspruch nehmen, geben 39 Prozent der Befragten an, die hohen
Anschaffungspreise zu scheuen. Tatsächlich ist die Anschaffung
beispielsweise von Smart-Metering-Lösungen deutlich teurer, als die
Deutschen zu zahlen bereit sind. Sie liegt etwa Zweidrittel über dem
Preis, den die Befragten als akzeptabel angegeben haben. Für die
Bereitstellung von Flexibilität aus Energieanlagen und Elektroautos
erwarten Verbraucher hingegen wesentlich mehr Geld, als üblicherweise
gezahlt wird.
Neben den Anschaffungskosten sind Sicherheitsaspekte eine Barriere
für die Verbraucher: 21 Prozent nutzen die Angebote nicht, weil sie
mögliche Hackerangriffe fürchten, 20 Prozent haben Angst vor
Datenmissbrauch. Und jeder Fünfte erkennt gar keinen Mehrwert in den
Services und Produkten rund um Energie.
Stadtwerke und große Energiekonzerne gelten als besonders
kompetent
Weil sich viele Verbraucher im Zuge der Energiewende immer mehr
mit dem Thema Energieversorgung beschäftigen, ist künftig mit einer
größeren Nachfrage nach Energiedienstleistungen zu rechnen. Jeder
zweite Befragte sieht eine große bis sehr große Relevanz zur
Sicherstellung einer störungsfreien Energieversorgung. Stadtwerken
und großen Energiekonzernen wird in der Umfrage nach wie vor die
größte Kompetenz hinsichtlich des Angebots der energienahen
Dienstleistungen zugesprochen, auch wenn beide im Vergleich zur
Vorgängerstudie aus 2017 an Zuspruch verloren haben.
"Betrachtet man die Barrieren in der Nutzungsbereitschaft, wird
klar, dass oft noch nicht das Verständnis für den hohen Wert von
Energie vorhanden ist. Es sollte ein Bewusstsein dafür geschaffen
werden, dass ohne Energie nichts funktioniert! Zudem wissen viele
Kunden nicht, dass sie im Rahmen der Energiewende eine immer
bedeutendere Rolle einnehmen, um eine störungsfreie und nachhaltige
Energieversorgung zu gewährleisten. Daher müssen die Kunden besser
über den individuellen, aber vor allem auch den gesellschaftlichen
Mehrwert solcher Energiedienstleistungen informiert werden. Positiv
für Stadtwerke und große Energiekonzerne ist, dass ihnen offenbar ein
grundlegendes Vertrauen und der Zuspruch von Kompetenz
entgegengebracht wird. Diese sind durch individuellere Produkte und
Services sowie eine Steigerung der Kundennähe zu nutzen, bevor sich
branchenfremde Unternehmen etablieren können", resümiert Marion
Schulte.
Die gesamte Studie "Energieversorger der Zukunft" finden Sie unter
folgendem Link: http://ots.de/I7cblm
Über BearingPoint
BearingPoint ist eine unabhängige Management- und
Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite.
Das Unternehmen unterstützt seine Kunden sowohl bei strategischen als
auch technologischen Herausforderungen rund um die Transformation
ihres Unternehmens. BearingPoint agiert dabei in vier Bereichen:
Consulting, Solutions, Business Services und Ventures. Consulting
umfasst das klassische Beratungsgeschäft; Solutions entwickelt eigene
Software-Lösungen für die Bereiche Digitale Transformation, Advanced
Analytics und regulatorische Anforderungen; Business Services bietet
Unternehmen Dienstleistungen auf Basis der Software-Lösungen;
Ventures treibt die Finanzierung und Entwicklung von Start-ups voran.
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden
Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint
mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75
Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren
und langfristigen Geschäftserfolg.
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LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint
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Datum: 28.08.2019 - 09:50 Uhr
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