Rheinische Post: Kommentar: Vor der eigenen Haustür kehren
ID: 1748853
Harz ihre Wunden. Das wirkt wie ein Pflaster. Wenn Bäume aber nicht
mehr genügend Wasser haben, können sie kein Harz mehr produzieren.
Sie werden schutzlos, Schädlinge dringen ein, sie sterben. In Massen.
In Deutschland. Jetzt. Agrarministerin Julia Klöckner hat eine Idee,
aber noch kein Konzept, wie sie die Wälder vor dem Klimawandel retten
kann. Dafür hat sie für Ende September einen Nationalen Waldgipfel
einberufen. Das ist eine Chance. Das müssen alle Beteiligten
begreifen und ihr Bestes geben. Ohne Scheuklappen. Naturschützer und
Regierung, Holzwirtschaft und Bauern. Jäger und Förster. Viele
Gelegenheiten zur Umkehr werden wir nicht mehr haben. Schon in die
Vorbereitung hat Klöckner betroffene Verbände miteinbezogen. Damit
weckt sie Hoffnungen gerade bei jenen Organisationen, die seit Jahren
vor dem Waldsterben warnen - und ignoriert wurden. Klöckner hört nun
zu. Eine ihrer großen Herausforderungen ist, ob sie auch vor der
eigenen Tür kehren kann. Die CDU-Politikerin hat dem brasilianischen
Präsidenten damit gedroht, das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen
der EU und Südamerika zu blockieren, wenn er den Regenwald weiter
ausbeutet. Dann müsste sie sich auch dafür stark machen, dass die
Massentierhaltung in Deutschland eingeschränkt wird, damit weniger
Futter für Rinder aus dem Ausland kommt, wo Wald für Sojaanbau
abgeholzt wird. Das würde auch den CO2-Ausstoß senken, womit wir
wieder beim deutschen Wald wären, für den das eine große Entlastung
wäre. Im September will die Bundesregierung ein Klimaschutzpaket und
einen Rettungsplan für den Wald vorlegen. Daran kann die große
Koalition gemessen werden. Oder scheitern. Das Thema wäre es
wenigstens wert.
www.rp-online.de
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2627
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.08.2019 - 20:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1748853
Anzahl Zeichen: 2157
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 444 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Vor der eigenen Haustür kehren"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Mittelbayerische Zeitung: Ein Kompromiss muss her! / Der Appell einer prominenten, an ihrer Partei verzweifelnden Politikerin sollte Großbritannien endlich vereinen. Von Sebastian Borger ...
Ich nenne mich mit Stolz eine Konservative und eine Unionistin." Mit diesem Satz eroberte eine junge Frau vor acht Jahren den regionalen Vorsitz ihrer Partei. Ruth Davidsons Rücktritt am Donnerstag war für ihre Partei, für die schottische Nation und für das gesamte Vereinigte Königreich
Allg. Zeitung Mainz: Verzockt / Kommentar von Karl Schlieker zu Italien ...
Der Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, hat sich gründlich verzockt. Der Rechtspopulist hat die Koalition mit der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung ohne Not aufgekündigt, um mit guten Umfragewerten im Rücken Neuwahlen auszurufen und die Regierung zu übernehmen. Doch eine "Anti-Sal
Straubinger Tagblatt: Italien bleibt schwieriger Partner ...
Eine 180-Grad-Wende in der Flüchtlingspolitik wird es nicht geben. Auch die Meinungsverschiedenheiten über den Etat bleiben weiter bestehen. Die Konflikte dürften künftig etwas freundlicher im Ton, aber hart in der Sache ausgetragen werden. Dass Conte gestern ein Bekenntnis zur EU und zur tra
Straubinger Tagblatt: Der Wald in Not ...
Geld wird gebraucht, um robustere Wälder aufzuforsten, die resistenter gegen Unwetter und Trockenheit sind. Es werden mehr Förster gebraucht, die sich um eine nachhaltige Bewirtschaftung kümmern. Es ist nicht verwerflich, aus dem Wald Profit zu schlagen. Wenn sich Waldbesitzer ihrer Verantwort




