IAA-Eröffnung: Greenpeace-Report kalkuliert CO2-Fußabdruck der zwölf größten Autokonzerne
Aktivisten protestieren mit Monster-SUV gegen klimaschädliche Hersteller
ID: 1751692
15 Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace heute mit einem
überdimensionierten Geländewagen vor einem Eingang zur heute
startenden Automesse IAA in Frankfurt. Hinter einem Monster-SUV auf
anderthalb Meter großen Reifen hängt ein 1400 Kubikmeter großer
schwarzer Ballon mit der Aufschrift "CO2". Auf einem Banner fordern
die Klimaschützer "Verkehrswende ohne Klimakiller". Der Ballon würde
etwa 2,5 Tonnen klimaschädliches CO2 fassen. Die in den ersten sieben
Monaten in Deutschland zugelassenen SUV haben diese Menge zusammen
ausgestoßen, bevor sie keine 30 Meter gefahren sind. "Wenn das Klima
unumkehrbar zu kippen droht, dürfen Autokonzerne nicht ungerührt
weiter Millionen zusätzlicher Diesel und Benziner verkaufen", sagt
Benjamin Stephan, Verkehrsexperte von Greenpeace. "Dieses
verantwortungslose Treiben der Konzerne muss aufhören. Wir brauchen
eine schmerzhaft hohe Zulassungssteuer für Klimakiller, damit die
Verkehrswende endlich vorankommt."
Besonders klimaschädliche Autos mit einer deutlichen Steuer zu
belegen ist überfällig: Die Autoindustrie verursacht mit ihren 2018
weltweit verkauften Pkw mehr Treibhausgase (4,8 Gigatonnen/Gt), als
alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zusammen in einem
Jahr ausstoßen (4,1 Gt). Dies zeigt der heute veröffentlichte
Greenpeace-Report "Mit Vollgas in die Klimakrise"
(https://act.gp/2kcjaqI). Volkswagen ist dabei der weltweit
klimaschädlichste Autokonzern, gefolgt von Renault Nissan, Toyota,
General Motors und Hyundai-Kia. Der Treibhausgasausstoß der nur im
vergangenen Jahr produzierten VW-Autoflotte übersteigt über ihre
Laufzeit betrachtet mit 582 Millionen Tonnen den Ausstoß Australiens.
Der Bericht kalkuliert den CO2-Fußabdruck der zwölf weltweit größten
Autokonzerne, einschließlich der Emissionen durch Produktion,
Betrieb, Kraftstoffbereitstellung und Recycling ihrer im Jahr 2018
verkauften Autos.
Nur Ausstieg aus Benzin und Diesel bringt nötigen Fortschritt im
Klimaschutz
Während Autohersteller sich auf der IAA einen grünen Anstrich
geben wollen, unterstreicht der Greenpeace-Report die enorme
Verantwortung der Industrie für die Klimakrise. Der stagnierende
Flottenverbrauch der Auto-Industrie zeigt, dass vermeintlich
effizientere Verbrennungsmotoren den CO2-Ausstoß der Branche nicht
senkt. Der Report zeigt zudem, dass vor allem Hybrid-Modelle dringend
nötige Fortschritte im Klimaschutz bremsen. Unabhängige Messungen
etwa des ADAC zeigen, dass diese Autos auf der Straße gut doppelt so
viel CO2 ausstoßen wie von den Herstellern angegeben. "Die
Autokonzerne stellen viel zu langsam auf E-Autos um und setzen dabei
auf die falschen Modelle", so Stephan. "Mit ihren tonnenschweren
Steroid-Modellen blockieren Hersteller wie VW, Daimler und BMW
weiterhin dringend nötige Fortschritte im Klimaschutz.
Klimaverträglichen Verkehr kann es nur ohne Diesel und Benzin und mit
deutlich weniger und kleineren Autos geben."
Pressekontakt:
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Benjamin Stephan,
Tel. 0151-57208151, oder Pressesprecher, Tel. Gregor Kessler
0151-72702918. Fotos: Eva Petschull, Tel. 0174-1313323. Video:
Karolina Doleviczenyi, Tel. 0160-4420610
Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de;
Greenpeace im Netz: www.greenpeace.de,
http://twitter.com/greenpeace_de, www.facebook.com/greenpeace.de.
Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.09.2019 - 07:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1751692
Anzahl Zeichen: 3904
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 431 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IAA-Eröffnung: Greenpeace-Report kalkuliert CO2-Fußabdruck der zwölf größten Autokonzerne
Aktivisten protestieren mit Monster-SUV gegen klimaschädliche Hersteller"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
30. 6. 2026 - Die Zahl der überalterten und schlecht gewarteten Tanker, die russisches Rohöl durch deutsche Gewässer transportieren, ist in den vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen, zeigt eine neue Greenpeace-Recherche. Zwischen dem 6. März und dem 16. Juni wählten 42 von insgesamt 136 Tank
Tempo 30 – für sichere Straßen ...
Hamburg (voices) Marissa Reiserer, Mobilitäts-Expertin (Greenpeace) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Gregor Kessler gregor.kessler@greenpeace.org Copyright: Greenpeace e.V. / Die Verwendung dieses Vi
37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
Heizen mit Holz: Die private Wärmewende im Wohnzimmer ...
Der Einsatz von Brennholz verbessert die individuelle CO2-Bilanz Aktiver Klimaschutz ist von uns allen gefordert, denn jeder Bundesbürger emittiert durchschnittlich neun Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der größte Teil entsteht durch das Autofahren und die Wärmeerzeugung für Haus oder Wohnu
Gütezeichen sichert Energielieferungen ...
sup.- Der Nachbar heizt - und ich muss zahlen. Wenn in einem Mehrfamilienhaus der Eindruck einer falschen Zuordnung von Wärmekosten entsteht, liegt schnell Streit in der Luft. Nicht selten führt eine unklare oder fehlerhafte Abrechnung des Brennstoffverbrauchs sogar zu gerichtlichen Auseinanderset
Zertifizierungssysteme unterstützen Kakaobauern ...
sup.- Kinderarbeit ist leider immer noch in vielen Ländern der Erde traurige Realität. Für die Betroffenen bedeutet das den Verzicht auf kindgerechtes Aufwachsen, auf Schulbildung und meist auch auf spätere Chancen, der Armutsspirale zu entkommen. Das Schicksal vieler asiatischer oder afrikanisc
?Purer Aktionismus, der Menschen verunsichert? ...
Ein von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer ins Gespräch gebrachtes Verbot neuer Ölheizungen wäre kontraproduktiv. Darauf weist das IWO-Institut aus Hamburg hin. ?Jahrelang hat es die Politik nicht geschafft, eine steuerliche Förderung als attrak




