NOZ: Zentralrat der Muslime fordert mehr Polizeischutz für Moscheen
ID: 1753318
- "Es braucht Symbolpolitik"
Osnabrück. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland fordert
angesichts von Übergriffen und Bombendrohungen mehr Polizeischutz für
Moscheen. Der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, sagte der
"Neuen Osnabrücker Zeitung", er plädiere für "ein neues
Sicherheitskonzept, denn die Gefahrensituation für muslimische
Einrichtungen hat sich grundlegend verändert".
Bundesweit seien in diesem Jahr nur wenige Fälle von
Bombendrohungen gegen Moscheen öffentlich geworden, es gebe aber
mehr, erklärte Mazyek. "Wir als ZMD wissen von 18 Fällen, die
Dunkelziffer dürfte noch höher sein." Viele Moscheen wollten jedoch
nicht, dass entsprechende Informationen nach außen drängen, denn sie
fürchteten Trittbrettfahrer.
Mazyek forderte Politiker auf, betroffene Moscheen zu besuchen.
"Das ist zwar Symbolpolitik, aber es braucht Symbole in diesem
Zusammenhang." Wenn dieses ausbleibe, hätten alle verloren. "Und wenn
eine Minderheit angegriffen wird, dauert es nicht lange, bis es die
nächste Minderheit trifft." Der Zentralratsvorsitzende kritisierte:
"Es ist fatal, wenn die öffentliche Empörung ausbleibt und diese
Vorgänge nicht als Gefahr gegen die Demokratie als solche verstanden
werden." +++
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Zentralrat der Muslime: Illegales Schächten ist Reaktion auf
staatliche Überregulierung
Mazyek verteidigt Ausnahmegenehmigungen: Schwer mit Importen zu
lösen
Osnabrück. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland verteidigt
Ausnahmegenehmigungen zum Schächten von Tieren anlässlich des
islamischen Opferfestes. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der
Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek: "Die Tradition sagt, dass eine
Familie zum Beispiel ein Lamm schlachtet und es selbst verteilt. Das
ist etwas schwierig mit Importen zu lösen."
Vor dem Hintergrund der Debatte um ein Schächtverbot in
Niedersachsen kritisierte Mazyek auch die staatlichen Vorgaben für
diese Schlachtmethode: Neben Ausnahmen und Importen "wird auch
illegal geschächtet, ohne staatliche Aufsicht". Das sei ein Problem,
so Mazyek. "Es ist aber eine Reaktion auf die staatliche
Überregulierung in diesem Bereich, vor der wir schon damals gewarnt
haben."
+++
swi
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Datum: 14.09.2019 - 01:00 Uhr
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