Westfalen-Blatt: ein Kommentar zur Abiturnote
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Hochschule. Längst müssen nicht mehr nur Anwärter aufs Medizinstudium
Topnoten abliefern. Auch Schüler mit Berufsziel Lehramt oder
Naturwissenschaften blicken mit gewisser Sorge auf den Numerus
clausus, der nach einer Erhebung des Centrums für
Hochschulentwicklung für etwa 40 Prozent aller Studiengänge gilt.
Deshalb geht es bei der Inflation der Einser-Abiturienten um mehr als
nur um Eitelkeit von Schülern und Eltern, die sich über gute Noten
freuen. Hier werden Lebenswege geebnet - oder versperrt. Mindestens
ebenso ärgerlich ist deshalb die ungleiche Verteilung der Noten in
den 16 Bundesländern. Das Zentralabitur, das ja eigentlich für mehr
Vergleichbarkeit sorgen soll, verschärft den Trend zu Topnoten sogar
noch. Der Themenkanon für die Abiturprüfungen steht zumeist lange
fest. Das ermöglicht ambitionierten Schülern in vielen Fächern
punktgenaue Vorbereitung. Das alles ist schon oft beklagt worden.
Geändert hat sich nur wenig. Und allen Beteuerungen zum Trotz:
Solange es in Deutschland 16 verschiedene Schulminister gibt, wird
das auch so bleiben.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 585-261
a_kolesch@westfalen-blatt.de
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Datum: 16.09.2019 - 21:00 Uhr
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