Mittelstandsstrategie des Wirtschaftsministeriums / Holzenkamp: "Staat muss aufhören, Unternehmen bei Digitalisierung Konkurrenz zu machen"
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Wirtschaftskraft von großer Bedeutung im ländlichen Raum. Dafür
benötigen sie leistungsfähige digitale Infrastruktur. Dies hat
Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes
(DRV), heute beim Roundtable-Gespräch Mittelstandsstrategie von
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier deutlich gemacht.
Zu den Aufgaben des Staates gehört es, geeignete Rahmenbedingungen
als Voraussetzung für Innovationen im marktwirtschaftlichen
Wettbewerb zu schaffen. In diesem fairen Wettbewerb können dann die
Marktteilnehmer aus der Privatwirtschaft die besten Lösungen für die
Anwender finden und weiterentwickeln. "Bei der Bereitstellung
digitaler Infrastruktur hierzulande sind staatliche Institutionen auf
allen Ebenen jedoch weit hinter den eigenen Versprechen
zurückgeblieben, sodass andere Länder bereits deutlich weiter sind.
Das ist Gift für den Wirtschaftsstandort Deutschland", kritisierte
Holzenkamp.
Nicht genug, dass Unternehmen abseits der urbanen Ballungsgebiete
mit weißen Flecken bei der Internetversorgung zu kämpfen haben:
Öffentliche Institutionen treten auch noch in Konkurrenz zu ihnen,
wenn sie staatlich finanziert zunehmend selbst IT-gestützte Lösungen
entwickeln, obwohl es bereits Angebote aus der Wirtschaft gibt.
Holzenkamp: "Dadurch wird ein fairer Wettbewerb um die besten Ideen
unterbunden und innovative Marktteilnehmer aus der Privatwirtschaft
werden abgestraft. Dies sollte nicht der staatliche
Digitalisierungsauftrag sein - die staatlichen Ressourcen sollten
vornehmlich in die Bereitstellung der Rahmenbedingungen fließen."
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich
orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und
Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette
Lebensmittel erzielen die 2.024 DRV-Mitgliedsunternehmen in der
Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und
tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von
63,6 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und
damit Eigentümer der Genossenschaften.
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Wiebke Schwarze
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 30 856214-430
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Datum: 17.09.2019 - 16:30 Uhr
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