Digital Detox im Alltag

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Wie Smartphones süchtig machen und was dagegen hilft



(PresseBox) - Der Griff zum Handy stresst uns und nervt andere. Dass wir alle paar Minuten den Posteingang checken und auf WhatsApp, Facebook oder Instagram nach neuen Nachrichten schauen, liegt an perfiden Mechanismen der App-Entwickler. Die Psycho­tricks nennt Europas größtes IT & Techmagazin c?t in seiner aktuellen Ausgabe 22/19.

Ihr Ziel: Eine große ?Stickiness?, was bedeutet, dass eine App möglichst klebrig sein soll, damit die Kundschaft so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringt. Einer der Tricks: Der ?Infinite Scroll? erzeugt eine endlose Liste der Nachrichten. Schnell verplempert man beim Durchscrollen Stunden auf Instagram, YouTube, Facebook, Twitter und Pinterest. Ein zweiter: Das Aktualisieren der App-Startseiten bringt oft ? aber nicht immer ? neue Nachrichten. Daraus lernt man als Nutzer: Wenn man nur selten die App aufruft, verpasst man was.

Doch als informierter User ist man nicht hilflos. Mit neuen Funktionen kann man sich nun besser von den Verlockungen und Störungen des Smartphones befreien. Den Nicht-stören-Modus gibt es zwar schon länger, doch bei Android und iOS sind einige Detoxing-Funktionen neu hinzugekommen. Wie c?t schreibt, geben diese einen Überblick der Zeitfresser, setzen Apps Zeitlimits und richten Entspannungszeiten ein.

Als Einstieg zum Eindämmen einer Smartphone-Sucht gibt es ab Android 10 den neuen Menüpunkt ?Digital Wellbeing & Jugendschutz?. Perfekt sind die Funktionen laut c?t nicht: ?Man kann zwar einzelnen Apps Zeitlimits setzen. Leider kann man nicht ganze App-Kategorien etwa Spiele an die Kandare nehmen?, bedauert c?t-Redakteur Michael Link. ?Und die Limits lassen sich leicht außer Kraft setzen.?

Bei Apple-Smartphones und Tablets lässt sich die Nutzungszeit im Menüpunkt ?Bildschirmzeit? begrenzen. So kann man sich etwa drei Stunden am Tag für produktive Apps genehmigen, aber nur eine halbe Stunde für Facebook und Co. Die Gangart lässt sich sogar noch verschärfen. Hierfür legt man unter ?Einstellungen/Bildschirmzeit/Bildschirm-Code verwen­den? eine vierstellige PIN fest und wählt unter Auszeit ?zur Auszeit blockieren?.



?Neben technischen Detox-Maßnahmen sollte man sich bewusst Smartphone-freie Zeiten und Zonen schaffen?, rät c?t-Redakteur Jo Bager. ?Oft hilft es schon, dass Handy nicht immer im Blick zu haben. Eine Hülle oder eine komplizierte Entsperrung können ebenfalls helfen. Am Esstisch und im Schlafzimmer sollte das Smartphone tabu sein.? Eifrigen WhatsApp-Nutzern empfiehlt Bager, zur App WhatsApp Business zu wechseln. Mit ihr kann man auch Abwesenheitsnotizen verschicken.

Für die Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen die Artikelstrecke kostenlos zur Rezension zur Verfügung.

Die Computerzeitschrift c't steht seit 1983 für eine anspruchsvolle, redaktionell unabhängige und fachlich fundierte Berichterstattung. Als meistabonnierte Computerzeitschrift Europas greift c't im vierzehntäglichen Rhythmus vielfältige Themen auf - praxisnah und stets auf Augenhöhe mit den Lesern.

Mit herstellerunabhängigen und plattformübergreifenden Produkttests, Praxis-Berichten, Hintergrundinformationen und Grundlagenartikeln legt das 78-köpfige Team um Chefredakteur Dr. Jürgen Rink die Basis für vielfältige Kaufentscheidungen im privaten und professionellen Umfeld. Das Themenspektrum bewegt sich zwischen Mobile Computing, IT-Sicherheit, Social Media, Internet-Technologien, Software-und App-Entwicklung, Internet of Things, Wearable User Interfaces, IT-Netze, Betriebssysteme, Hardware-Technologien, bis hin zu IT im Unternehmen, IT-Markt, Ausbildung & Beruf.

Mehrmals im Jahr gibt c't Sonderpublikationen zu bestimmten Themen heraus. In der Reihe c't Wissen sind z. B. Ausgaben zu den Themen Bloggen, Virtual Reality und Windows erschienen. Die ebenfalls mehrmals jährlich erscheinenden Hefte der Reihe c't Special bündeln mit Tests, Praxisartikeln und Reportagen relevante Inhalte zu einem Thema.

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Datum: 15.10.2019 - 10:09 Uhr
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