Kinderrechte spielen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit kaum eine Rolle
ID: 1764007
Sperrfrist: 22.10.2019 10:00
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In dem heute veröffentlichten Alternativbericht der National
Coalition zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention, warnt die
Kindernothilfe davor, Kinderrechte in der Entwicklungszusammenarbeit
zu vernachlässigen: "In der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
fehlt weiterhin eine kohärente Strategie für die Unterstützung und
den Schutz der durch Armut und Gewalt betroffenen Kinder und
Jugendlichen", so Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der
Kindernothilfe. "Dabei ist die Förderung der zukünftigen Generationen
Grundstein für ein friedliches Miteinander und nachhaltige
Entwicklung", so Weidemann weiter.
Konkret fordert die Kindernothilfe, dass Kinderrechte schon in
bilateralen Verhandlungen und Verträgen der Bundesregierung mit
Entwicklungsländern berücksichtigt werden. Zudem fehlten Programme
und Vorhaben, die Kinderrechte in der deutschen Entwicklungspolitik
verankern. "Deutschland muss seine Rolle als Förderer und Verteidiger
der Kinderrechte international geltend machen, denn immer noch sind
Millionen Kinder ohne Zugang zu einer Schule. Viele von ihnen müssen
schuften, da ihre Eltern den Kampf gegen die Armut nicht alleine
bewältigen können", konstatiert Katrin Weidemann.
Hintergrund: Deutschland ist verpflichtet alle fünf Jahre Bericht
zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention an die Vereinten Nationen zu
erstatten. Zusätzlich wird die Stimme der Zivilgesellschaft durch
Ergänzende Berichte gehört. Am Alternativbericht der National
Coalition Deutschland zur Lage der Kinderrechte, der in
Zusammenarbeit mit über 40 weiteren zivilgesellschaftlichen
Organisationen entstanden ist, hat die Kindernothilfe mit Fokus auf
die extraterritorialen Pflichten Deutschlands mitgearbeitet.
Hinweise an die Redaktionen:
- Den Alternativbericht der National Coalition Deutschland finden Sie
zum Download nach Ablauf der Sperrfrist unter:
https://www.umsetzung-der-kinderrechtskonvention.de/
- Die Pressestelle vermittelt Interviews mit Autoren des Berichts
Pressekontakt:
Angelika Böhling, Pressesprecherin
Angelika.Boehling@kindernothilfe.de
Tel: 0203.7789-230; Mobil: 0178.8808013
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Datum: 22.10.2019 - 10:00 Uhr
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