Deutsche Umwelthilfe kritisiert Coca-Cola wegen dreistem Greenwashing mit Einwegflaschen aus Meeresplastik
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Verpackungsbereich präsentiert eine Einwegflasche mit 25 Prozent
Meeresplastik und will sich so als umweltfreundlich darstellen -
Coca-Cola produziert jährlich über drei Millionen Tonnen Kunststoff
und ist eines der hauptverantwortlichen Unternehmen für Plastikabfall
in den Ozeanen - Vermüllung der Meere kann kein Ausgangspunkt für
einen innovativen Recyclingkreislauf sein - Großteil des Plastikmülls
in den Meeren zersetzt sich zu Mikropartikeln und lässt sich nicht
mehr entfernen oder als sogenanntes Meeresplastik weiter nutzen -
Deutsche Umwelthilfe fordert Abfallvermeidung durch den Einsatz
wiederverwendbarer Mehrwegflaschen als ökologischste
Getränkeverpackung
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Getränkehersteller
Coca-Cola für dreistes Greenwashing mit Einweg-Plastikflaschen, die
aus 25 Prozent Meeresplastik bestehen sollen. Dieser angeblich
innovative Recyclingansatz dient nach Einschätzung der DUH dazu, die
Vermüllung der Meere mit Plastikabfällen zu legitimieren und sogar
als etwas Positives darzustellen. Jährlich verenden Millionen
Meereslebewesen und Seevögel an den Folgen von Plastikabfällen in den
Ozeanen.
Nach Einschätzung des Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes kann
die Vermüllung der Meere kein Ausgangspunkt für einen innovativen
Recyclingkreislauf sein. Das Plastikproblem muss am Anfang und nicht
am Ende gelöst werden. Daher sollte Coca-Cola auf
Einweg-Plastikflaschen verzichten und Abfälle durch den Einsatz
wiederverwendbarer Mehrwegflaschen vermeiden. Coca-Cola muss sich als
größter Getränkehersteller zudem weltweit für Pfandsysteme stark
machen, damit Getränkeverpackungen im Handel zurückgegeben und nicht
in der Umwelt entsorgt werden.
"Ein aktuell veröffentlichter Bericht der Initiative Break Free
From Plastic belegt, dass in 484 durchgeführten Aufräumaktionen in
über 50 Ländern Coca-Cola als einer der Hauptverursacher von
Plastikverschmutzung identifiziert wurde. Deshalb ist es besonders
dreist, dass ausgerechnet Coca-Cola eine Einwegflasche mit Anteilen
aus Meeresplastik als innovativen Recyclingansatz darstellt. Anstatt
die globale Meeresvermüllung schön zu reden, sollte Coca-Cola sich
mit wirklich umweltfreundlichen Verpackungsstrategien
auseinandersetzen. Durch den konsequenten Einsatz wiederbefüllbarer
Mehrwegflaschen können Müll vermieden, Ressourcen eingespart und das
Klima geschützt werden. Coca-Cola präsentiert sich mit ihrer
aktuellen Recycling-Innovation als Wolf im Schafspelz: Erneut liegt
der Fokus eben nicht auf Abfallvermeidung, sondern auf unökologischen
Wegwerfverpackungen und der Fortsetzung des Plastikirrsinns",
kritisiert die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara
Metz.
"Unsere Meere sind keine Müllkippe aus der man bei Bedarf
Plastikabfälle herausfischen kann, um daraus neue
Einweg-Plastikflaschen herzustellen. Diese Art eines
Recyclingkreislaufs ist nicht akzeptabel, weil so die zunehmende
Meeresverschmutzung mit immer mehr Einweg-Plastikmüll legitimiert und
von den wirklichen Lösungsansätzen, wie wiederverwendbare
Mehrwegflaschen und Pfandsysteme, abgelenkt wird. Ein Großteil des
Kunststoffmülls in den Ozeanen zersetzt sich ohnehin zu Mikroplastik
und ist nicht mehr aus dem Wasser herauszuholen. Viele
Meereslebewesen nehmen diese Kunststoffpartikel auf und so kann sich
der Abfall in den Nahrungsketten anreichern. Anstatt nachhaltig zu
agieren und auf umweltfreundliche Mehrwegflaschen zu setzen, treibt
Coca-Cola weltweit seine Strategie für Einweg-Plastikflaschen und
Getränkedosen voran. In Deutschland unterläuft Coca-Cola die
Mehrwegquote von 70 Prozent aus dem Verpackungsgesetz", sagt Thomas
Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der DUH.
Links:
- Bericht der Ellen MacArthur Foundation mit Zahlen von Coca-Cola
zur Kunststoffproduktion:
https://www.ellenmacarthurfoundation.org/news/spring-2019-report
- Bericht der Bewegung "Break Free From Plastic" zu
Aufräumaktionen und Plastikverschmutzung durch
Unternehmen:
www.breakfreefromplastic.org/globalbrandauditreport2019/
- Mehr zu Mehrweg-Getränkeverpackungen: http://ots.de/BXiKSx
Pressekontakt:
Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de
Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
030 2400867-43, 0151 18256692, fischer@duh.de
DUH-Pressestelle:
Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe
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Datum: 25.10.2019 - 10:35 Uhr
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