DRV-Körnermaisschätzung: Ernte kann bis weit in den November dauern
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Die Körnermaisernte in Deutschland kommt nur schleppend voran. Während sie im
Westen in einigen Regionen auf ihr Ende zugeht, stehen insbesondere im Südwesten
noch große Mengen auf den Äckern. Die Gesamternte schätzt der Deutsche
Raiffeisenverband (DRV) auf 4,2 Millionen Tonnen. Das entspricht dem
langjährigen Durchschnitt. Im August war der Verband von 3,9 Millionen Tonnen
ausgegangen. "Das diesjährige Ergebnis liegt um zirka 26 Prozent über dem Wert
des Vorjahres, das durch die Dürre mehr als enttäuschend ausfiel", betont
DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler. Auch über alle Getreidearten hinweg geht
der Raiffeisenverband von einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte aus. Diese
dürfte unter Berücksichtigung der aktuellen Ergebnisse des Statistischen
Bundesamtes bei 45 Millionen Tonnen liegen.
Niederschläge haben Erträge stabilisiert
Der teilweise ergiebige Regen in den vergangenen Wochen hat die
Pflanzenentwicklung nach einem vergleichsweise trockenen Sommer positiv
beeinflusst. Allerdings hat das kühle und regnerische Wetter die Abreife
verzögert und die Ernte immer wieder unterbrochen, da die Böden teilweise zu
nass sind. Weil die Äcker aufgrund kürzerer Tage und sinkender Temperaturen nur
noch schwer abtrocknen, kann sich die Ernte noch bis weit in den November
hineinziehen. Die Erträge fallen je nach Region und Niederschlagsmenge heterogen
aus, die Qualitäten sind in der Summe gut bis durchschnittlich.
Exportmarkt sorgt für positive Impulse
Der Getreidemarkt insgesamt ist durch eine stabile Nachfrage seitens der Mühlen
und Futterwirtschaft geprägt. Positive Impulse kommen durch den Export.
Deutschland und Europa haben in den vergangenen Wochen deutlich mehr Ware
exportiert als im Vorjahr. Dies ist in hohem Maße auf den derzeit
vergleichsweise schwachen Euro zurückzuführen. Es bleibt abzuwarten, wie sich
der Exportmarkt in den kommenden Monaten entwickelt. Neben Fundamentaldaten
nimmt der Einfluss von politischen Entscheidungen laufend zu. Unklar ist, wie
die Maisernte in den USA ausfallen wird und ob sich der Handelskrieg zwischen
den USA und China entspannt. "Beide Faktoren haben einen erheblichen Einfluss
auf den zukünftigen Markt für Futtergetreide", ergänzt Seedler.
Herbstaussaat weitgehend abgeschlossen
Die Herbstaussaat von Getreide ist weitgehend abgeschlossen. Obwohl sie in
vielen Regionen durch Regen unterbrochen wurde, haben sich die Bestände bislang
insgesamt gut entwickelt. Landwirte und Raiffeisen-Genossenschaften hoffen auf
beständiges Wetter, damit die Kulturen optimal entwickelt in die Winterruhe
gehen können.
Der DRV wird seine erste Prognose für die kommende Ernte im März 2020 vorlegen.
Details zur Schätzung: siehe beigefügte Tabelle
Weitere Informationen: Guido Seedler, DRV-Warenwirtschaft, Tel. 030 856214-410,
E-Mail: seedler@drv.raiffeisen.de
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen
der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der
Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.024 DRV-Mitgliedsunternehmen in
der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen
Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 63,6 Mrd. Euro.
Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der
Genossenschaften.
Pressekontakt:
Wiebke Schwarze
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 30 856214-430
E-Mail: schwarze@drv.raiffeisen.de
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Datum: 29.10.2019 - 12:34 Uhr
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