Tier des Jahres 2020: Stollengräber aus Leidenschaft / Die Deutsche Wildtier Stiftung hat den Maulwurf zum Tier des Jahres 2020 ernannt
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Schwanz, kleine Augen und breite Schaufeln: Der Maulwurf lässt sich selten über
Tage blicken. Dass er da war, verraten hoch aufgeworfene Hügel frischer Erde.
"Der Maulwurf ist ein genialer Stollengräber und lebt vor allem unter Wiesen und
Weiden sowie in unseren Gärten", sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen,
Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. "In den Städten leidet er unter
der Versiegelung des Bodens, denn Asphalt und Beton lassen sich nicht einfach
aufgraben. Auch von manch einem Gartenbesitzer, der seinen Rasen bedroht sieht,
wird ihm nachgestellt."
Die Deutsche Wildtier Stiftung ernennt den unter Naturschutz stehenden und
besonders geschützten Europäischen Maulwurf (Talpa europaea) zum Tier des Jahres
2020, um auf den im Untergrund arbeitenden Nützling aufmerksam zu machen. "Wir
sollten den Maulwurf als unermüdlichen Schädlingsvertilger und Mäusevertreiber
viel mehr wert schätzen", sagt Münchhausen.
Wo der Maulwurf lebt, ist das Bodenleben meist intakt. Maulwürfe fressen
Regenwürmer, Insekten, Larven und Schnecken. Wo Maulwürfe leben, haben es
Wühlmäuse schwer. Übrigens: Die Erde, die sie aufwühlen und die von unten aus
dem Erdreich stammt, ist zum Gärtnern optimal: Sie ist unkraut- und wurzelfrei
und in dem nährstoffreichen Boden wachsen Pflanzen besonders gut. "Wer dem
Maulwurf helfen will, akzeptiert Maulwurfhaufen und setzt auf einen naturnahen
Garten", so Münchhausen.
Maulwürfe sind perfekt an ein Leben im Untergrund angepasst. Mit ihren
Sinneshaaren an der Schnauze können sie hervorragend tasten und feinste
Erderschütterungen spüren. Die lange Rüsselnase ist mit dem für den Maulwurf
typischen "Eimerschen Organ" ausgestattet, das elektrische Reize wahrnimmt, die
bei Muskelbewegungen von Beutetieren entstehen. Zusätzlich hilft der Schwanz als
"Blindenstock": Die Schwanzlänge entspricht dem Tunnelradius und wird zum
Abtasten der Gänge eingesetzt. Mit seinem walzenförmigen Körper schiebt sich der
Maulwurf wie ein Bohrer durch die Erde. Sein Fell besitzt keinen Strich. Deshalb
kann der Maulwurf in engen Erdreich-Gängen auch rückwärts laufen.
"Der Europäische Maulwurf ist nicht bedroht. Aber wegen seiner ökologischen
Funktion, seinen besonderen Eigenschaften und seiner optimalen Anpassung an
einen sehr speziellen Lebensraum verdient er die Auszeichnung als Tier des
Jahres", so der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. "Wir wollen mit
dem Maulwurf auch hervorheben, wie wichtig die Artenvielfalt unterhalb der
Erdoberfläche ist."
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Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst-Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
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Datum: 04.11.2019 - 09:51 Uhr
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