Rheinische Post: Kommentar: Folgen alter Versäumnisse // von Jan Drebes
ID: 1769677
Quereinsteiger den Unterricht bereichern. Jedenfalls dann, wenn sie für den
neuen Beruf brennen, Lust auf das Vermitteln von Wissen haben, pädagogisch
geschult sind und mit Stress umgehen können. Das gilt für alle Lehrkräfte. Viele
Seiten- und Quereinsteiger müssen aber zusätzlich damit umgehen können, dass sie
mitunter vom Kollegium und von den Eltern der Schüler als Lehrkräfte zweiter
Klasse angesehen werden. Denn die Vorurteile sind noch immer groß.
Dabei ist es nahezu bundesweit Konsens, dass insbesondere Berufsschulen vom
Einsatz der Quereinsteiger profitieren können. Sie bringen als Profis bestimmter
Fachgebiete wertvolle Impulse in den Unterricht ein und haben den meisten
Lehrern in der praktischen Anwendung des Wissens etwas voraus. Seiteneinsteiger
stoßen oftmals auf weit weniger Akzeptanz. Insbesondere in Ländern, in denen sie
kaum pädagogische Vorkenntnisse vorweisen müssen. Weil sich Lehrkräfte mit
abgeschlossenem Studium in Städten wie Berlin die Schulen de facto fast
aussuchen können, bleiben häufig Lücken an Brennpunktschulen oder Grundschulen,
die mit Seiteneinsteigern gefüllt werden. Das wird über kurz oder lang
schwerwiegende Folgen haben: Gerade an Schulen mit tendenziell lernschwachen
Schülern braucht es besonders ausgeprägte pädagogische Kenntnisse für guten
Unterricht. Die Bildungsziele müssen überall eingehalten werden, sonst drohen
soziale Verwerfungen.
In vielen Ländern sind bereits die Folgen schwerer Versäumnisse erkennbar, es
wurden zuletzt zu wenig Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet. Die Länder müssen
noch viel stärker als bisher junge Menschen zu einem Lehramtsstudium bewegen und
sie mit Anreizen in der Region halten.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2627
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.11.2019 - 20:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1769677
Anzahl Zeichen: 2109
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 660 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Folgen alter Versäumnisse // von Jan Drebes"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Das Erste, Dienstag, 12. November 2019, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.10 Uhr, Armin Schuster, CDU, Mitglied Ausschuss für Inneres und Heimat, Thema: Türkei schiebt deutsche IS-Kämpfer ab Pressekontakt: Weitere Informationen unter www.ard-morgenmagazin.de Redaktion: Martin Hövel Kontakt: WDR Kommunikation, wdrpressedesk@wdr.de, Tel. 0221 220 7100 Agent
Mitteldeutsche Zeitung: zu Bolivien ...
Morales hat die Zeichen der Zeit zu spät erkannt und hat sein Erbe zerstört. Denn er hat Bolivien zu einem besseren Land gemacht, die Armut reduziert, die Wirtschaft konkurrenzfähig gemacht und vor allem den Indigenen Selbstbewusstsein gegeben. Aber es war Zeit zu gehen. 13 Jahre an der Macht s
Mitteldeutsche Zeitung: zu den Linken ...
Weil die Linke nicht aus ihrer Haut kann, wird sie in Deutschland dauerhaft keinen Erfolg haben und in ihren linken ostdeutschen Hochburgen allein aus demografischen Gründen noch tiefer absacken. Da stirbt das alte SED/PDS/Linke-Milieu allmählich aus. Eigentlich liegt auf der Hand, was die Link
Straubinger Tagblatt: Grundrente - Der Krach ist nur verschoben ...
Die geplante Prüfung, die jetzt Bedarfsprüfung genannt wird, scheitert schlichtweg an der Praxis. Und die geplante Gegenfinanzierung des Rentenzuschlags ist pures magisches Denken. Sich etwas ganz fest zu wünschen, sorgt eben nicht dafür, dass schlussendlich das nötige Geld in der Staatskass




