Rheinische Post: Kommentar: Staatsversagen auf dem Strommarkt // von Antje Höning

Rheinische Post: Kommentar: Staatsversagen auf dem Strommarkt // von Antje Höning

ID: 1771805
(ots) - Zum Jahreswechsel wird es für Verbraucher teurer, wieder
einmal. Über 170 Versorger heben den Strompreis an - und weitere dürften folgen.
Bis Mittwoch müssen sie ihre Pläne ankündigen, wenn diese an Neujahr wirksam
werden sollen. Die Erhöhung ist ein echtes Ärgernis, zumal die Börsenpreise, zu
denen sich die Stadtwerke und Co. mit Strom eindecken können, sinken. Die
Versorger profitieren wieder einmal von der Trägheit der Verbraucher. Nicht mal
jeder zweite Haushalt hat je den Anbieter gewechselt.

Gesamtwirtschaftlich zeigt die neue Preisrunde, wie das System aus dem Ruder
gelaufen ist. Das Stromangebot ist dank Wind- und Sonnenstrom gestiegen, bei
funktionierender Marktwirtschaft müsste das die Preise drücken. Doch beim Strom
gelten die Gesetze des Marktes nicht: Erneuerbare haben Vorfahrt, und je weniger
Strom an der Börse kostet, desto stärker wird der grüne Strom subventioniert.
Entsprechend legt die Ökostrom-Umlage zu. Und so fließen weitere Milliarden in
den Ökostrom, dabei wäre es höchste Zeit, ihn in den Wettbewerb zu entlassen.
Auch die Netzentgelte steigen, der für die Energiewende nötige Netzausbau muss
ja finanziert werden. Der größte Preistreiber ist der Staat. Im Zuge des
Klimapakets, das endlich auch Wohnen und Verkehr in die CO2-Bepreisung
einbezieht, sollen Verbraucher zwar ab 2021 beim Strompreis entlastet werden. Ob
das bei dem bürokratischen Verfahren, das die große Koalition angekündigt hat,
wirklich funktioniert, muss bezweifelt werden.

Doch machtlos ist der Verbraucher nicht: Es gibt Hunderte Anbieter, die
Preisunterschiede sind groß. Qualitätsunterschiede gibt es jenseits der
Grünstrom-Frage keine, Strom ist Strom. Nichts ist also leichter, als den
Versorger zu wechseln. Höchste Zeit, teuren Anbietern den Stecker zu ziehen.



Pressekontakt:
Rheinische Post


Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Börsen-Zeitung: Diese Zeit gehört Dir,
Kommentar zur Deutschen Bahn von Stefan Paravicini Aurania Resources - konkrete Ziele rücken in den Fokus
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.11.2019 - 21:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1771805
Anzahl Zeichen: 2162

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Wirtschaft (allg.)



Diese Pressemitteilung wurde bisher 629 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Staatsversagen auf dem Strommarkt // von Antje Höning"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Rheinische Post (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Gladbachs Neuhaus mag keine Kroos-Schweinsteiger-Vergleiche ...
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er

Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten

NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock


Weitere Mitteilungen von Rheinische Post


Börsen-Zeitung: Diese Zeit gehört Dir, Kommentar zur Deutschen Bahn von Stefan Paravicini ...
Diese Zeit gehört Dir: Seit etwas mehr als fünf Jahren wirbt die Deutsche Bahn nun schon mit diesem Slogan. Die meisten Bahnkunden können ihn nur noch mit einem müden Lächeln quittieren. Viele Reisende kennen die Werbeplakate vor allem von unfreiwillig verlängerten Aufenthalten an Bahnstei

Westdeutsche Zeitung: Kommentar von Ekkehard Rüger zum Verpackungsmüll: Der Preis des Wachstums ...
Jahresberichte haben oft einen ähnlichen Effekt: Neue Zahlen werden auf den Markt gespült, es gibt einige erwartbare Reaktionen, dann wird das Thema entsorgt - bis zum nächsten Jahr. Wie viele Mahnungen, Appelle und Forderungen hat das Thema Verpackungsmüll eigentlich schon erlebt? Mit dem e

Allgemeine Zeitung Mainz: Defizite / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu Konjunktur und Jobs ...
Von einem "Boom am Arbeitsmarkt" schwärmt das Statistische Bundesamt. Und das trotz Konjunkturabkühlung. Nun besteht zwar das Leben an sich und vor allem dessen ökonomischer Teil zu drei Vierteln aus Psychologie; bedeutet: Panikmache ist schlecht. Andererseits wäre es schädlich, den

Canada Cobalt bestellt Matt Halliday zum VP-Exploration ...
18. November 2019 - Canada Cobalt Works Inc. (TSXV: CCW) (OTC: CCWOF) (Frankfurt: 4T9B) (das Unternehmen oder Canada Cobalt) freut sich, bekannt zu geben, dass Matt Halliday, P.Geo., zum VP-Exploration des Unternehmens ernannt wurde. Die Ernennung tritt Mitte Dezember in Kraft. Herr Halliday wechs


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z