Hoher Beratungsbedarf bei Weiterbildungen in Unternehmen
ID: 1772011
Qualifizierung ihrer Mitarbeiter +++ Digitalisierung und Fachkräftemangel
erhöhen den Bedarf +++ Zukunft der Weiterbildung mit Bildungsabos und Augmented
Reality +++
Gut jedes zweite Unternehmen in Deutschland (53 Prozent) wünscht sich
professionelle Unterstützung bei der betrieblichen Weiterbildung seiner
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag
des TÜV-Verbands (VdTÜV) und des Digitalverbands Bitkom unter 504 Unternehmen ab
10 Mitarbeitern in Deutschland ergeben. "Der Bedarf an Weiterbildungen ist durch
Digitalisierung und Fachkräftemangel enorm gestiegen", sagte Dr. Joachim Bühler,
Geschäftsführer des TÜV-Verbands. "Viele Unternehmen suchen nach Orientierung,
um die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu verbessern." Das fängt damit an,
den eigenen Weiterbildungsbedarf zu definieren und reicht bis zur Realisierung
internationaler Großprojekte, bei denen individuell auf Unternehmen
zugeschnittene Bildungskonzepte über Kontinente hinweg realisiert werden. Laut
Umfrage äußerten die Unternehmen den Wunsch nach externer Unterstützung
unabhängig von Umsatzhöhe und Anzahl ihrer Beschäftigten.
Unternehmen sind im Bereich Weiterbildung sehr unterschiedlich aufgestellt. In
den Personalabteilungen größerer Unternehmen sind häufig eigens Bildungsplaner
beschäftigt, die Weiterbildungsstrategien entwickeln und ihre Bedarfe den
Akademien gegenüber sehr klar äußern. "Vor allem kleine und mittelständische
Unternehmen sind auf externe Unterstützung angewiesen, um sich im
Weiterbildungsdschungel zurechtzufinden", sagte Bühler.
Dabei wachse die Nachfrage nach digitalen Lernangeboten. Besonders, wenn
innerhalb kurzer Zeit eine sehr hohe Anzahl an Mitarbeitern geschult werden
muss, fällt die Wahl häufig auf diese Lernform. Die Vorteile der Digitalangebote
liegen auf der Hand: Ortsunabhängig können sie jederzeit sogar mehrsprachig
durchgeführt werden - einzige Voraussetzung ist ein stabiler Internetzugang.
Zudem ist das Online-Angebot interaktiv, zeigt messbare Lernerfolge und
integriert häufig Gamification-Elemente, enthält also spielerisch motivierende
Einheiten. Auch Schulungen mit Virtual Reality-Brillen sind keine Seltenheit
mehr. So kann man das Gabelstaplerfahren auch im Klassenzimmer lernen und beim
ersten Schaltversuch einer Hochvoltanlage muss sich niemand mehr in Gefahr
begeben.
Aus Sicht des TÜV-Verbands wird sich das digitale Weiterbildungsspektrum immer
weiter vom einmaligen Webinar entfernen und hin zum ganzheitlichen
Online-Angeboten gehen - beispielsweise zu Wissensportalen im Abo-Modell.
"Dennoch bleibt die Nachfrage nach Präsenztrainings groß, weil der soziale
Austausch beim Lernen sehr geschätzt wird", sagte Bühler. Der Trend gehe daher
zum Blended Learning, also einer Kombination aus Online-Inhalten und
Präsenzeinheiten. Das digitale Angebot schafft dabei eine homogene
Wissensgrundlage bei den Lernenden und spart dann wertvolle Zeit für
tiefergehende Präsenzeinheiten oder praktische Übungen.
Die TÜV-Akademien gehören mit mehr als 20.000 Seminaren und Schulungen zu den
größten Weiterbildungsanbietern in Deutschland.
Zur Methodik: Grundlage ist eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im
Auftrag des TÜV-Verbands und des Digitalverbands Bitkom unter 504 Unternehmen ab
10 Mitarbeitern in Deutschland. Befragt wurden Geschäftsführer und CEOs sowie
Personalleiter und HR-Manager.
Über den TÜV-Verband: Der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) vertritt die politischen
und fachlichen Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung,
Wirtschaft und Öffentlichkeit. Der Verband setzt sich für technische und
digitale Sicherheit bei Produkten, Anlagen und Dienstleistungen durch
unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung ein. Mit seinen
Mitgliedern verfolgt der TÜV-Verband das Ziel, das hohe Niveau der technischen
Sicherheit in unserer Gesellschaft zu wahren und Vertrauen für die digitale Welt
zu schaffen.
Pressekontakt:
Maurice Shahd
Pressesprecher
Verband der TÜV e.V. (VdTÜV)
Friedrichstraße 136 | 10117 Berlin
presse@vdtuev.de
www.vdtuev.de | www.twitter.com/vdtuev_news
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Datum: 19.11.2019 - 11:16 Uhr
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