Grüne kritisieren: Zu wenig Fahrradstellplätze in niedersächsischen Fernzügen
ID: 1785378
niedersächsischen Fernzügen
Teilweise pro Zug nur acht Plätze für Räder - Kindler: "Angebot bleibt
meilenweit hinter Bedarf zurück"
Hannover. Die Zahl der Fahrradstellplätze in Fernverkehrszügen der Deutschen
Bahn, die durch Niedersachsen fahren, hat sich in den vergangenen Jahren kaum
erhöht. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine
Anfrage des niedersächsischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Sven-Christian
Kindler hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Laut Ministerium
ist die Anzahl der Fahrradstellplätze in den 13 niedersächsischen Verbindungen
sehr unterschiedlich: So gibt es auf der Strecke von Hamburg nach Frankfurt und
München nur acht Plätze für mitgenommene Fahrräder, die Verbindung zwischen
Westerland und Sylt hingegen bietet 32 Abstellmöglichkeiten.
"Das Angebot bleibt in Niedersachsen meilenweit hinter dem potenziellen Bedarf
zurück", sagte Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen, der "NOZ". Was
im Regionalverkehr eine Selbstverständlichkeit ist, ist für die Bahn und die
Kunden im Fernverkehr noch immer eine Herausforderung." Kindler kritisierte:
"Schon seit 2011 sagt die Bahn immer wieder zu, mehr Stellplätze für Fahrräder
zu schaffen, aber bisher ist da viel zu wenig passiert."
Die Zahlen des Verkehrsministeriums zeigen, dass Reisenden auf der Strecke von
Stralsund über Hamburg, Kassel, Marburg und Frankfurt nach Karlsruhe nur drei
Stellplätze zur Verfügung stehen. Die Verbindung zwischen Berchtesgaden und
Oberstdorf bietet derweil 32 Fahrradstellplätze. Auf der Strecke von Amsterdam
nach Berlin über Hannover gibt es den Angaben des Verkehrsministeriums zufolge
16 Abstellmöglichkeiten für Räder. Die Verbindung vom Ruhrgebiet nach Berlin ist
mit mindestens zehn und maximal 16 Fahrradplätzen ausgestattet. Auf manchen
Verbindungen stehen die Stellplätze zudem nur auf einigen Abschnitten und nicht
auf der gesamten Strecke zur Verfügung.
Mit Blick auf diese Zahlen sagte Kindler: "Das kann nicht der Anspruch einer
Bahn sein, die das Rückgrat der Verkehrswende sein will." Für eine Verbesserung
der Situation sieht der Grünen-Politiker Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU)
in der Pflicht: "Statt bei der Bahnpolitik unbeteiligt danebenzustehen und sich
nur für den Straßenbau zu interessieren, sollte Minister Scheuer dafür sorgen,
dass die Radstellplätze bei der Bahn zügig aufgestockt werden." Kindler
forderte, dass bei der Beschaffung neuer Züge ebenfalls darauf gedrängt werden
solle, genügend Radstellplätze zur Verfügung zu stellen: "Bei einem besseren
Angebot an Stellplätzen würden auch die Nachfrage und die Auslastung anziehen."
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Datum: 16.01.2020 - 01:00 Uhr
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