Niedersächsische Muslime fürchten zunehmende Gewalt
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fordert mehr Einsatz von Landesregierung und Sicherheitskräften
Osnabrück. Angesichts wiederholter Angriffe auf Muslime, Moscheen und jüngst
einen muslimischen Friedhof in Northeim fordert der niedersächsische Ditib-Chef
mehr Einsatz von Landesregierung und Sicherheitskräften für die Sicherheit der
Muslime im Land. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Ali Ünlü:
"Diese Vorfälle hören nicht auf. Worte gehen in Taten über, und die
Gewaltbereitschaft steigt. Das macht mir Angst."
Der Vorsitzende von Ditib Niedersachsen und Bremen beklagte mit Blick auf die
Landesregierung: "Es wird immer noch nichts getan." Es fehle an einem
landesweiten Sicherheitskonzept. Zuletzt habe es zu dem Thema im Herbst
vergangenen Jahres Gespräche in Hannover gegeben. Ünlü wünscht sich jedoch einen
regelmäßigen Austausch zwischen Muslimen, Innenministerium und
Verfassungsschutz: "Ich habe das Gefühl, man nimmt uns nicht ernst." Ünlü fragt:
"Muss erst noch etwas Schlimmeres passieren?"
Er begrüße, dass nach dem Attentat von Halle Synagogen verstärkt geschützt
würden, und fordere das auch für Moscheen, sagte Ünlü. "Im Moment habe ich den
Eindruck, dass die Verantwortung für die Sicherheit der Muslime in Niedersachsen
bei uns liegt. Aber diese Verantwortung können wir nicht übernehmen. Wir sind
keine Sicherheitsexperten."
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Datum: 16.01.2020 - 01:00 Uhr
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