Gedenkstättenleiter: Rechte Störer in Buchenwald
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beobachtet ein immer offeneres Auftreten rechtsextremer Besucher in dem
ehemaligen KZ. "In den Besucherbüchern finden sich zunehmend Eintragungen, die
Nationalsozialismus und auch die Konzentrationslager als sinnvoll und gut für
die Deutschen bewerten", sagte Knigge der in Bielefeld erscheinenden Neuen
Westfälischen (Donnerstagsausgabe). Äußerungen wie "wären die Lager noch in
Betrieb, hätten wir kein Ausländer-Problem" seien ein "ernst zu nehmendes
Indiz, dass etwas wegbricht an Geschichtsbewusstsein, an mitmenschlicher
Sensibilität und an politisch-demokratischer Orientierung", sagte Knigge. Zudem
komme es in der Gedenkstätte immer wieder zu "gezielten, vorbereiteten Störungen
von Besucherführungen". Rechte schmuggelten sich unter Besuchergruppen und
warteten einen günstigen Moment ab, um Opferzahlen infrage zu stellen oder den
Holocaust zu leugnen. Häufig werde das gefilmt. So profilierten sich die Täter
im eigenen Umfeld, so der renommierte Historiker. Gleichzeitig sollten die
anderen Besucher eingeschüchtert und lächerlich gemacht werden. "Das darf man
sich natürlich nicht gefallen lassen." Als Reaktion auf derartige Vorfälle wurde
die Besucherordnung in Buchenwald verschärft, Mitarbeiter trainieren, wie sie
mit Störern umgehen. Knigge, der die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und
Mittelbau-Dora seit 1994 leitet, macht für die Entwicklung auch die AfD und
deren Führungspersonal verantwortlich.
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Datum: 22.01.2020 - 20:11 Uhr
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