Große Verunsicherung im Autohaus
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Wer im Moment oder in naher Zukunft mit dem Gedanken spielt, ein neues Auto zu
kaufen, hat es nicht leicht. Benziner, Diesel oder Elektro? Niemand kann derzeit
mit Sicherheit sagen, mit welchem Antrieb man künftig am günstigsten fährt. Das
schadet dem Handel und dem Vertrauen der Verbraucher in Politik, Umwelt- und
Klimaschutz. Denn die Verunsicherung im Autohaus ist vor allem deswegen so groß,
weil die Bundesregierung zig Maßnahmen für mehr Klimaschutz und saubere Luft in
Aussicht gestellt hat. Ausgereift sind aber die wenigsten dieser Ideen.
Gesetzentwürfe oder gar Beschlüsse liegen kaum vor. Beispiel Benziner: Weil der
CO2-Ausstoß von Fahrzeugen mit Benzinantrieb in der Regel etwas höher ist als
der eines Dieselautos, drohen im kommenden Jahr Aufschläge bei der Kfz-Steuer.
Belastbare Details, mit denen Kunden schon mal die Bestelllisten der Hersteller
durchschauen können, gibt es hingegen nicht. Beispiel Diesel: Nach dem
Abgasskandal haben die Hersteller reagiert. Fahrverbote dürften vorerst nicht
die Motoren der neuesten Generation erfassen. Doch wie lange lässt die
Bundesregierung noch die Finger vom sogenannten Diesel-Privileg bei der
Kraftstoffbesteuerung? Wenn Dieselfahrer nicht mehr billiger tanken können,
entfällt ein wesentliches Kaufargument. Beispiel Elektro: Weil die
Bundesregierung zwar angekündigt hat, die Kaufprämien für Elektroautos zu
erhöhen, dies aber weder beziffert noch beschlossen hat, schrecken kühl
rechnende Verbraucher noch vom Kauf zurück. Vom schmalen Angebot ganz zu
schweigen. Da hilft es nicht, wenn die Umweltministerin mit einem
Bonus-Malus-System in der Kfz-Steuer nach vorn stolpert, das noch gar nicht
ausgereift ist. So vergrätzt die Bundesregierung selbst klimabewusste
Autofahrer.
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Datum: 02.02.2020 - 19:58 Uhr
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