Daimler ist zu spät dran
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Källenius im ersten Jahr an der Daimler-Spitze verhagelten. Es sind Probleme wie
Dieselskandal, Elektrostrategie und die Allianz mit Renault-Nissan. Unter
Källenius' Vorgänger Dieter Zetsche hat Daimler letzte, strategisch verlorene
Jahre erlebt: Große Entscheidungen blieben offen, radikaler Wandel kam nicht
infrage. Doch mit der Interpretation, dass Zetsche ein schweres Erbe
hinterlassen habe, kann Källenius nicht kommen. Er hat sein Berufsleben in
Schlüsselpositionen bei Daimler verbracht. Nun versucht er, mit klassischen
Sparprogrammen gegenzusteuern. Das muss sein - nicht nur, um Aktionären höhere
Dividenden und Beschäftigten höhere Prämien zahlen zu können. Vor allem braucht
der Konzern Geld für Investitionen. Während Konkurrenten in Zukunftstechnologien
investieren, arbeitet man in Stuttgart Hausaufgaben nach. Manches Projekt, das
die Zukunft sichern sollte, wird zusammengestrichen. So droht Daimler
hinterherzufahren.
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Datum: 11.02.2020 - 17:36 Uhr
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