Das Duell
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auf die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten. Ideale Besetzungen sind
beide nicht, schon weil sie als weiße Männer in den End-Siebzigern kaum die
Vielfalt der demokratischen Wählerschaft verkörpern. Der griesgrämige
Alt-Revoluzzer Sanders predigt seit vier Jahrzehnten die immer gleiche
Kampfansage gegen soziale Ungleichheit und die Macht der Konzerne. Doch die
revolutionäre Rhetorik dürfte mindestens so viele strukturkonservative Wähler im
Mittleren Westen und den Vorstädten verschrecken und die Polarisierung des
zerrissenen Landes noch weiter verstärken. Als gesellschaftlicher Versöhner nach
den Jahren des Hasspredigers Donald Trump scheint Biden deutlich besser
geeignet. Doch so beeindruckend die persönliche Lebensgeschichte des einstigen
Obama-Vize ist, so kraftlos und erratisch fielen öfter seine Auftritte aus, bei
denen man fürchten musste, dass die Sätze im Nirwana enden.
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Datum: 04.03.2020 - 17:42 Uhr
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