DEKV ruft Politik und Krankenkassen zum Handeln auf: Kostenexplosion bei Schutzkleidung aufgrund der Corona-Krise
ID: 1798828
das Robert Koch-Institut den Einsatz von geschultem Personal und die Verwendung
von persönlicher Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen,
dicht anliegender Atemschutzmaske und Schutzbrille.(1) Die Empfehlung und das
Bestreben, Patienten und Personal zu schützen, führen dazu, dass der Verbrauch
dieser Materialien zum Teil drastisch gestiegen ist: bei Atemschutzmasken und
Schutzbrillen auf über 600 Prozent des monatlichen Verbrauchs vor der
Corona-Pandemie. Selbst der Verbrauch der im Patientenkontakt regel- und
routinemäßig genutzten Handschuhe ist auf 150 Prozent gestiegen. Zugleich haben
die Hersteller und Großhändler die Kosten zum Teil drastisch erhöht: bei
Schutzkitteln auf 200 Prozent, bei Atemschutzmasken auf rund das 15-Fache und
bei OP-Mundschutz auf das 19-Fache.
"Eine Modellrechnung unserer Mitgliedskrankenhäuser der AGAPLESION gAG zeigt,
dass sich daraus monatliche Mehrkosten für die Krankenhäuser in Höhe von etwa
1,1 Millionen Euro ergeben. Diese Kosten werden durch die Vergütung über die DRG
für die Behandlung dieser Patienten definitiv nicht gedeckt. Darüber hinaus
fallen für viele Krankenhäuser Einnahmen weg, da Patienten geplante, aber
verschiebbare Operationen aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus
absagen. Daher fordert der DEKV Politik und Krankenkassen auf, eine pragmatische
Lösung für die Krankenhäuser zu finden, um mit dieser außerordentlichen
Belastung umzugehen. Denkbar wäre, dass wie bei der EHEC-Epidemie 2011, eine
Bezahlung zusätzlicher Leistungen durch die Krankenkassen erfolgt. Alternativ
wäre die Bereitstellung von Sondermitteln über den Katastrophenschutz oder einen
Sonderfond denkbar.
Aktuelle Bestrebungen des Bundesgesundheitsministeriums und der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung, Schutzausrüstung zentral zu beschaffen und an die
Krankenhäuser und Arztpraxen zu verteilen, müssen schnell umgesetzt werden, um
die Kostenexplosion einzudämmen. Auch fordern wir die Hersteller und Großhändler
von persönlicher Schutzausrüstung auf, die Situation nicht weiter durch enorme
Preissteigerungen zu verschärfen. Steigen die Preise weiterhin zu Lasten der zur
Behandlung verpflichteten Krankenhäuser und damit zu Lasten der
Solidargemeinschaft, ist hier die Politik zur Handlung aufgerufen", erklärt
Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender des DEKV.
Quellen:
(1) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html
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Datum: 06.03.2020 - 12:43 Uhr
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