Syrien-Krieg geht ins zehnte Jahr / Größte Flüchtlingskrise weltweit: Mehr als 12 Millionen Menschen geflohen
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zweite syrische Mann, jede Frau und jedes Kind wurden seit Beginn des Konflikts
2011 gewaltsam vertrieben - oft mehr als einmal. Nach Angaben der
UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR),
sind die Syrer damit die größte Flüchtlingsgruppe der Welt. Mehr als 12
Millionen Syrer mussten fliehen, rund 6,7 Millionen davon in ein anderes Land,
Hunderttausende haben ihr Leben verloren. Bereits vor sechs Jahren bezeichneten
die Vereinten Nationen die Flüchtlingskrise in Syrien als die schlimmste seit
dem Völkermord in Ruanda in den 1990er Jahren. Die Hilfsmaßnahmen in ganz Syrien
bleiben dagegen weiterhin unterfinanziert: Bislang sind nur neun Prozent der
benötigten Gelder eingetroffen.
"Syrien, immer wieder Syrien - niemand darf angesichts der Bilder fliehender
Menschen abstumpfen und verharren. Trotz aller Ohnmacht und der weiterhin
fehlenden Aussicht auf Frieden bleibt der Appell, die Menschen in Syrien und die
syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländern nicht zu vergessen", betont Peter
Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.
Vom Protest zum Bürgerkrieg
Nach den Protesten in Tunesien Ende 2010 und Ägypten Anfang 2011, kommt es auch
in Syrien zu Demonstrationen der Opposition. Die Proteste werden Mitte März in
einigen Städten gewaltsam beendet, Demonstranten werden verhaftet, die Gewalt
eskaliert und aus den Protesten wird ein Flächenbrand, dem die größte
Flüchtlingsbewegung im 21. Jahrhundert folgt.
Syrien-Hilfe des UNHCR
Der UNHCR leistet seit dem Beginn der Krise 2011 lebensrettende Hilfe für
syrische Flüchtlinge. Die Menschen erhalten je nach Bedarf Hilfsgüter wie
Kochsets, Wasserkanister, Decken und Kleidung. Zudem betreibt der UNHCR
Flüchtlingscamps wie Zaatari oder Azraq in Jordanien und unterstützt
Krankenhäuser und Gesundheitszentren. Die UNO-Flüchtlingshilfe hat die Nothilfe
des UNHCR in Syrien 2019 mit vier Millionen Euro unterstützt.
Unterstützungsmöglichkeiten unter http://www.uno-fluechtlingshilfe.de
Pressekontakt:
Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47, tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
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OTS: UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
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Datum: 13.03.2020 - 08:53 Uhr
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