Wiederholung - "neues deutschland": Nur eine Ahnung - Kommentar zu den Folgen der Ausbreitung des Coronavirus für den reichen Norden
ID: 1800778
Eine Ahnung bekommt man im reichen Norden derzeit davon, wie es ist, wenn plötzlich eine ernste Wirtschaftskrise hereinbricht, und zwar von außen, ohne Ankündigung und Vorwarnung. In armen Ländern ist das jederzeit möglich, etwa wenn Pandemien zuschlagen, wenn Dürren und Überschwemmungen Dörfer und Ernten verheeren; oder wenn das globale Kapital flieht und schwache Währungen abstürzen lässt; oder wenn die Preise für das Hauptexportprodukt eines Landes - Öl, Kakao, Kupfer - an fernen Weltbörsen in die Tiefe fallen und damit ganze Staatshaushalte zur Makulatur werden.
Eine Ahnung bekommt man davon, wie es ist, wenn man in einen Supermarkt geht und vor leeren Regalen steht. Hierzulande ist das derzeit nur mal bei Klopapier und Seife der Fall und höchstens für einen Tag. Dennoch wird dem Konsumenten bewusst: Es reicht nicht, dass er Geld hat. Er ist abhängig von einem Gefüge, weit außerhalb seiner Reichweite.
Eine leise Ahnung kann man in Europa derzeit davon bekommen, wie es ist, wenn mächtige Länder einem ihre Grenzen verschließen mit dem Argument, man sei ja selbst schuld an seinem Elend. So wie nun die USA: Präsident Donald Trump bezeichnete SARS-CoV-2 als "ausländisches Virus" und macht die Grenzen zur EU dicht mit dem Argument, Europa habe nicht genug gegen die Ausbreitung des Virus getan. Da nutzen alle Proteste und wissenschaftlichen Argumente nichts, weil es um Wahrheit und Wissenschaft nicht geht, sondern um Macht und Schuldzuweisung.
Derzeit kann man also eine Ahnung davon bekommen, was wirklich los ist in der Welt und woher die Menschen kommen, die an den Grenzen Europas stehen oder sich dorthin wünschen. Das kann lehrreich sein.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/59019/4547124
OTS: neues deutschland
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.03.2020 - 17:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1800778
Anzahl Zeichen: 2696
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 627 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wiederholung - "neues deutschland": Nur eine Ahnung - Kommentar zu den Folgen der Ausbreitung des Coronavirus für den reichen Norden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Nur eine Ahnung - Kommentar zu den Folgen der Ausbreitung des Coronavirus für den reichen Norden ...
Die Ausbreitung des Coronavirus gibt den Menschen hierzulande eine Ahnung davon, was in anderen, ärmeren Regionen des Globus normal ist. So fürchten angesichts von Sars-CoV-2 derzeit viele um die eigene Gesundheit und die ihrer Lieben. Doch während in Europa nur fünf Prozent der Bevölkerung an
Keine Rüstungsexporte für die Jemen-Militärkoalition Offener Brief von mehr als 32 Organisationen: Rüstungsexportmoratorium muss ausgeweitet werden / 24 Millionen Jemenit*innen leiden seit 5 Jahre ...
Am 31.03.2020 endet das Rüstungsexportmoratorium gegen Saudi-Arabien. Deswegen fordern 32 deutsche und internationale Organisationen erneut einen umfassenden Rüstungsexportstopp für alle Länder der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen-Krieg. Jetzt, da die Bundesregierung erneu
E-Government-Nutzung in Zeiten von Corona: Rekord bei Online-Briefwahlanträgen ...
Über 762.000 Briefwahlanträge wurden im Rahmen der am Sonntag anstehenden Kommunalwahl in Bayern über das Bürgerservice-Portal der AKDB gestellt. Das sind über 15 Prozent jener fünf Millionen bayerischer Wahlberechtigter, denen seitens ihrer Kommune ein Online-Briefwahlantrag der AKDB angebote
PIRATEN zur Ablösung der Staatsleistungen: Den Kirchen kein Steuergeld hinterherwerfen ...
Ist der 13. März ein "schwarzer Freitag" für die Staatsfinanzen in Deutschland? Heute haben FDP, Linke und Grüne einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die längst überfällige und von Anfang an im Grundgesetz vorgesehene Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen in Deutschland vorsieh




