Rüdiger Klos: Saskia Esken verhält sich totalitär
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Wenn Esken fordert, dass AfD-Mitglieder "in diesem Land keine Kinder unterrichten, keine Straftäter ermitteln, nicht für unsere Sicherheit sorgen und nicht in Verwaltungen oder Gerichten über das Schicksal von Menschen entscheiden" sollen, blendet sie völlig aus, dass für einen solchen Schritt disziplinarrechtlich eine schwere Straftat vorliegen muss, die es rechtfertigen würde, Parteimitglieder aus dem Dienst zu entfernen, ärgert sich Klos. "Partei- und Berufsverbote sind in einer liberalen pluralistischen Demokratie stets ein Selbstwiderspruch. Das Verteidigenswerte wird dabei immer ein Stück weit verraten. Selbst Altkanzler Gerhard Schröder hat sich Anfang Januar dagegen gewandt, AfD-Mitgliedern den Eintritt in den öffentlichen Dienst gleich welcher Art zu verweigern - kein Wunder, vertrat er als Rechtsanwalt in den 1970er-Jahren DKP-Mitglieder, die ein Berufsverbot bekommen sollten. Später als Ministerpräsident hatte er Berufsverbote dann umgehend abgeschafft. 50 Jahre später macht seine Mitgenossin das Gegenteil und zeigt damit, wie moralisch verkommen die Partei inzwischen ist."
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Datum: 17.03.2020 - 15:19 Uhr
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