CARE: Erster Coronafall in Syrien - verheerende Folgen bei Ausbruch befürchtet / CARE verstärkt präventive Hilfsmaßnahmen
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"Nach neun Jahren bewaffnetem Konflikt liegt Syrien in Trümmern. Viele Krankenhäuser und Gesundheitszentren sind zerstört", sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland. "Selbst für hochentwickelte Industrieländer wie Deutschland ist es schwierig, angemessen auf das Virus zu reagieren."
Durch die Entscheidung der türkischen Regierung, den Export medizinischer Artikel wie Schutzmasken und Handschuhe zu verbieten, fehlen der syrischen Bevölkerung wichtige Hilfsmittel, um sich geeignet gegen die Corona-Pandemie zu wappnen. Auch Desinfektionsmittel ist kaum verfügbar. Syrische Partnerorganisationen von CARE berichten von zahlreichen Personen im Nordwesten Syriens mit Symptomen, die auf einen bereits erfolgten Ausbruch von COVID-19 hindeuten. Diese Fälle können jedoch ohne Tests nicht von medizinischem Personal eindeutig bestimmt werden.
"Breitet sich das Coronavirus in Syrien weiter aus, werden die ohnehin schon knappen Hilfsgüter und eingeschränkten Dienstleistungen an die Grenze ihrer Kapazitäten gelangen. Pandemien kennen keine Grenzen und erfordern globales Verantwortungsbewusstsein, um sie zu bewältigen. Wir müssen schnell und geeint handeln, indem wir die Präventivmaßnahmen sowie den Zugang zu medizinischer Versorgung verstärken. Nur so kann Syrien noch mehr Leid erspart und eine weitere humanitäre Katastrophe abgewendet werden", so Zentel.
Die Hilfe von CARE:
Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus hat CARE ein Programm zur COVID-19-Prävention gestartet, das unter anderem die Verteilung von Hygiene-Artikeln und Informationsmaterial, verstärkte Lieferung von sauberem Wasser und sanitäre Einrichtungen umfasst.
Für die Fortsetzung von Nothilfe weltweit und die Präventionsarbeit gegen die Corona-Pandemie bittet CARE um Spenden: Sparkasse KölnBonn IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40 BIC: COLSDE33 www.care.de/online-spenden
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Datum: 24.03.2020 - 12:06 Uhr
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