Staat muss Vorsorge treffen / Kommentar von Dominik Bathüber Hilfe gegen Corona
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Der vollständige Kommentar: Weil andere Aufträge ausbleiben, aber auch, weil die Wirtschaft ganz genau weiß, dass jetzt Hilfe nötig ist, haben einige Berliner Unternehmen bereits reagiert: In der deutschen Hauptstadt beginnt etwa ein Start-up noch in dieser Woche mit der Produktion von Desinfektionsmittel, eine Schneiderin näht Atemschutzmasken und ein 3-D-Druck-Netzwerk will Teile zuliefern, die zum Beispiel für die Produktion neuer Beatmungsgeräte benötigt werden. Angesichts der Krise durch die weitere Ausbreitung des Coronavirus ist die Hilfsbereitschaft groß und das Engagement auch ein Zeichen an die Stadtgesellschaft: Gemeinsam können wir diese Krise bewältigen! Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die von den Berliner Firmen nur in geringer Stückzahl produzierte medizinische Ausrüstung die Not in vielen Kliniken nicht lindern wird. Die Berliner Krankenhausgesellschaft hatte bereits beklagt, dass Atemschutzmasken, aber auch Schutzanzüge und Desinfektionsmittel in vielen Einrichtungen knapp werden. Ohne Frage, Krankenhäuser, Ärzte, aber auch Alten- und Pflegeheime nehmen Spenden von Unternehmen dankbar entgegen. Die großen Lücken werden aber wohl nur Materiallieferungen aus dem Ausland schließen können, um die sich die Politik gerade bemüht. Allerdings: Angesichts der Pandemie ist die Nachfrage weltweit groß. Darüber hinaus ist auch die Logistik durch zahlreiche geschlossene Grenzen schwierig. Möglicherweise hätte sich die Bundesregierung schon frühzeitiger um die Beschaffung kümmern können - etwas als das Virus noch in China wütete. Ganz sicher aber ist die Politik in der Pflicht, jetzt die richtigen Lehren zu ziehen. Zwar sind medizinische Einrichtungen in der Regel dafür zuständig, selbst für die nötige Ausrüstung zu sorgen. Für Notlagen wie etwa eine Pandemie ist aber der Staat gefragt, Vorsorge zu treffen und Reserven aufzubauen.
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Datum: 24.03.2020 - 21:31 Uhr
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