DEKV: Pflegeausbildung unter besonderen Bedingungen
ID: 1809265
Ausbildung sicherstellen
"Wie wichtig gut ausgebildete Pflegefachkräfte sind, führt uns die Corona-Pandemie eindrücklich vor Augen. Daher nehmen die Schulen der Pflege- und Gesundheitsfachberufe in evangelischer Trägerschaft und die evangelischen Krankenhäuser ihre Aufgabe ernst: Sie setzen sich dafür ein, dass Auszubildende in diesen Berufen ihre Ausbildung beginnen, fortsetzen und auch wie geplant abschließen können. Je nach Bundesland gibt es dazu von den zuständigen Ministerien Regelungen und Empfehlungen, denen unsere schulischen und berufspraktischen Ausbildungsstätten folgen", so Radbruch weiter.
Während die Schulen geschlossen sind, kann die Ausbildung auch für Lernende in den höheren Jahrgängen in Form von Praxiseinsätzen fortgesetzt werden. Auch dabei sind Unterweisungen im Selbstschutz und eine umfassende Praxisanleitung unerlässlich. "Leider gibt es Fälle, wo ein Praxiseinsatz nicht möglich ist, weil die vorgesehenen Stationen zugunsten der Versorgung von Corona-Patienten geschlossen sind. Ein Einsatz von Auszubildenden höherer Jahrgänge auf einer Intensivstation ist nur in wenigen Ausnahmefällen möglich. Manchmal kann aufgrund der aktuellen Situation in den Krankenhäusern auch die Praxisanleitung nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden", weiß Radbruch. Ergänzend zur praktischen Ausbildung werden von den Pflegeschulen theoretische Ausbildungsinhalte als Fernlerneinheiten zum Selbststudium zur Verfügung gestellt. Sofern E-Learning-Plattformen etabliert sind, werden diese zur Vermittlung des Schulstoffes genutzt - sowohl für die neu beginnenden Auszubildenden als auch für die bereits fortgeschrittenen Lernenden.
Nahtlos von der Ausbildung in den Beruf starten
Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Gesundheits- und Krankenpflege ist die bestandene Abschlussprüfung. Trotz der Schulschließung sind die schriftlichen und mündlichen Prüfungen möglich. Sie werden von den Schulen unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt. Auch die Abnahme der praktischen Prüfungen soll wie geplant erfolgen, dabei sind je nach Bundesland Simulationsprüfungen in den Schulen möglich. "Unsere Mitglieder setzen sich dafür ein, dass alle Auszubildenden ihre Ausbildung abschließen können und finden dafür in Abstimmung zwischen Schule und Praxiseinrichtung die bestmögliche Lösung", betont Radbruch.
"Eine besondere Situation haben wir an den Hochschulen bei den Studierenden in den Gesundheits- und Pflegeberufen: Sie studieren aufbauend auf den Berufsabschluss oder erwerben am Ende des dritten Studienjahrs oftmals ihr Examen als Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft. Daher könnten sie vollumfänglich im Krankenhaus arbeiten. Zugleich müssen sie ihr Studium fortsetzen. Auch für diese Studierenden suchen die evangelischen Hochschulen Lösungen, die der besonderen Situation in der Corona-Krise gerecht werden. Nur so können wir unserer Verantwortung für unsere Auszubildenden und für die Patienten in den evangelischen Krankenhäusern gerecht werden", erklärt Radbruch.
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E-Mail: barbara.kluge@medizin-pr.de | Tel.: 0221 / 77543-0
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Datum: 15.04.2020 - 12:43 Uhr
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