Schlappe für Laschet, aber er wird weiter bohren - von MANFRED LACHNIET
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Unmöglich ist, dass die Schulen bei uns in NRW diesen Montag wieder starten, so wie es Armin Laschet angekündigt hatte. Seine Forschheit wurde jetzt von der Kanzlerin und anderen Länderchefs gestoppt. Verständlich. Denn die Lockerungsankündigungen aus Düsseldorf wirkten eben nur schneidig, ein echtes Konzept ist nicht zu erkennen. Laschet sah da gestern überhaupt nicht gut aus. Wenn Schulministerin Yvonne Gebauer zumindest ein paar hunderttausend Gesichtsmasken oder Desinfektionsmittel zum Einsatz in den Klassen vorzeigen könnte, wäre ihr Vorstoß immerhin glaubwürdiger. Doch für nichts ist gesorgt. So dürften die Schulen auch nach Ostern meist leer bleiben. Der Fernunterricht bleibt, für viele Berufstätige ist das ein Albtraum. Dass die Kanzlerin mit den Ländern ein einheitliches Vorgehen erreichen wollte, ist nachvollziehbar. Dennoch kann es helfen, wenn Länder unterschiedlich vorgehen. Weil sich selbst die Experten nicht einig sind, ist "Versuch und Irrtum" keine schlechte Strategie. Wir in Deutschland profitieren doch jetzt auch von den Erfahrungen der Österreicher, oder auch von den Schweden. Der oft so gescholtene Föderalismus ist wirksamer und klüger als die Zentralgewalt. Der jetzt düpierte Laschet wird da sicher weiter bohren.
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Datum: 16.04.2020 - 06:25 Uhr
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