LEADING EMPLOYERS: Die Kosten des Mitarbeiterglücks
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Es klingt für Außenstehende oft wie ein utopisches Paradies, ein besserer Planet, wo der Arbeitsplatz schöner, cooler, aufregender als das eigene Zuhause und gar jeder Urlaub erscheint. Dass der durchschnittliche, mittelständische deutsche Arbeitgeber für eine derartige Fülle an ausgefallenen Programmen weder Platz noch Budget hat, liegt auf der Hand.
Szenenwechsel. Von schönen Gedankenbildern hin zu nackten Zahlen. Schauen wir einmal auf die durchschnittliche Mitarbeiterzufriedenheit in deutschen Betrieben, eingeteilt nach Unternehmensgrößen (https://www.leadingemployer.de/kosten.png) . In die Auswertung des Düsseldorfer Institute of Research & Data Aggregation (u.a. Herausgeber der Arbeitgeber-Auszeichnung "LEADING EMPLOYERS") sind insgesamt 800.000 Stimmen des größten deutschen Online-Bewertungsportals für Arbeitgeber eingeflossen.
Es fällt sofort auf: Je größer das Unternehmen, desto unzufriedener die Mitarbeiter
Ein Trend, den der eine oder andere intuitiv vielleicht nicht vermutet hätte. Woran mag es also liegen, dass das Budget für Mitarbeiterprogramme und Wohlfühlklima zwar proportional zur Unternehmensgröße steigt, die Zufriedenheit der Belegschaft aber tatsächlich anti-proportional sinkt?
Schauen wir uns zur Klärung dieser Frage einige der missmutigen Mitarbeiterstimmen an, welche öffentlich einsehbaren Bewertungsprofilen der oben genannten Tech-Giganten entnommen wurden:
- "Leistungsdruck" und "lange Arbeitszeiten über Feierabend hinaus" - "Viele Egos" und "unprofessionelles Vorgesetztenverhalten" - "Kollegen, welche alles kontrollieren" und "Managerspitzel" - "Man ist Fußsoldat und hat zu gehorchen" und "negatives Feedback teils nur hintenrum"
Einer der Bewertenden fasst schließlich zusammen: "Leider wird die Firma ihrem Image in keinster Weise gerecht."
Was nun hingegen in zufriedenen Bewertungen anderer, auch vieler kleinerer Unternehmen häufig zu lesen ist, sind z.B. ein warmer Umgang auf Augenhöhe, ein breiter und abwechslungsreicher Aufgabenbereich - und vor allem anderem: ein hohes Maß an Eigenverantwortung.
Die Kosten für das Mitarbeiterglück sind demnach nicht ein Investment in materielle Anschaffungen als Arbeitgeber, sondern in erster Linie ein wertschätzendes Umfeld, in welchem die Mitarbeiter Befriedigung durch das eigenständige Verrichten als sinnvoll empfundener Aufgaben erlangen.
Was lernen wir daraus? Der Schein kann trügen, und allein ein hohes Budget macht noch keinen Mitarbeiter glücklich. Welche (große wie kleine) Arbeitgeber es richtig machen, und vor allem: wie, das erfahren Sie bei: http://www.leading-employers.de
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Datum: 24.04.2020 - 07:05 Uhr
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