Pflege in (Lebens-)Gefahr - wo bleibt der Lohn für die Helden?
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Pflegekräfte können sich nicht zurückziehen. Ihre Arbeitsbelastung ist noch gestiegen. Viele haben Sorge, sich anzustecken und das Virus womöglich an den Arbeitsplatz zu tragen. Vielerorts fehlt es zudem an Schutzausrüstung und regelmäßigen Tests. Auch die Angehörigen von Patienten und Pflegeheimbewohnern würden sich das wünschen.
Der Lohn für Sorgen und Mühe des Pflegepersonals fällt mäßig aus. Selbst examinierte Fachkräfte verdienen vergleichsweise wenig in Mitteldeutschland. Hinzu kommt: Fast die Hälfte aller Pflegekräfte sind so genannte Pflegehelfer; sie arbeiten in der Regel in Teilzeit oder sind geringfügig beschäftigt.
Betreiber von Pflegeeinrichtungen spüren Druck von allen Seiten. Sie wollen zufriedene Bewohner und Angehörige und brauchen einsatzbereites Personal. Brechen Einnahmequellen wie Tagespflege-Angebote aufgrund der Corona-Krise weg, geht es häufig um die pure Existenz.
Nichtsdestotrotz drängen die Pflegekassen dazu, weiter zu sparen und kämpfen Gewerkschaften und Standesvertreter für eine bessere Bezahlung. Die Pflegekosten werden nicht sinken, die Pflegepauschalen der Kassen wohl in absehbarer Zeit kaum steigen. Die Differenz zahlen Pflegebedürftige und Angehörige. Sie kostet ein Platz im Pflegeheim die Bewohner im Schnitt 1.900 Euro im Monat. Tendenz steigend.
Könnte eine Reform der Pflegeversicherung helfen? Sie existiert seit 25 Jahren und das im Grundsatz unverändert. Ist das Zuschussmodell noch zeitgemäß? Wie könnte eine Alternative aussehen und finanziert werden? Und gäbe es damit endlich den angemessenen Lohn für die Pflegekräfte?
Über diese Fragen diskutiert Moderatorin Anja Heyde mit folgenden Gästen:
- Alexander Jorde , Krankenpfleger und Buch-Autor, - Silke Behrendt-Stannies , Altenpflegerin und Betriebsrätin, - Isabell Halletz , Geschäftsführerin Arbeitgeberverband Pflege, - Andreas Westerfellhaus (CDU), Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung sowie - Volker Schmeichel , Verband der Ersatzkassen Sachsen-Anhalt.
Bürgerreporter Stefan Bernschein ist vor Ort in einer Pflegeeinrichtung in Magdeburg und hat während der Sendung die Betreiberin Natalia Kerner an seiner Seite. Zudem bringt er Fragen in die Sendung ein, die Bürgerinnen und Bürger vor der Sendung über die Facebook-Seite von MDR SACHSEN-ANHALT sowie faktist@mdr.de an die Redaktion schicken können. Zu sehen ist die Sendung schon ab 20.15 Uhr im Live-Stream auf MDR.de, bevor sie um 22.05 Uhr auf dem üblichen Sendeplatz im MDR-Fernsehen ausgestrahlt wird.
Pressekontakt:
Thomas Ahrens, MDR-Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt, Presse- und Öf
fentlichkeitsarbeit, Tel.: (0391) 5 39 21 21
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Datum: 08.05.2020 - 09:13 Uhr
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