HanseWerk erweitert Angebot für Klimaschutzprodukte massiv und wird selbst bis 2030 klimaneutral
Pelletkraftwerke, E-Ladesäulen und Wärmelösungen senken CO2-Ausstoß um bis zu 100% - Wasserstoffprojekte in Vorbereitung - Klimaneutralität durch Einsparung bzw. Kompensation von rund 650.000 Tonnen CO2
?Die HanseWerk-Gruppe zeigt mit ihrem ambitionierten Ziel 2030 klimaneutral zu sein, wie Politik und Gesellschaft gemeinsam die Herausforderung der Klimakrise angehen können. Gerade weil die HanseWerk-Gruppe viele Produkte für Kommunen, Unternehmen und Privatkunden anbietet, geht die Reichweite dieser Klimaschutzaktivitäten deutlich über die Unternehmensgruppe hinaus?, betont Jan Philipp Albrecht, Minister für Energie, Umwelt Landwirtschaft und Digitalisierung (MELUND).
Mehr Klimaschutzprodukte im Angebot
Kurzfristig und mit Nachdruck wird die Unternehmensgruppe, zu der neben HanseWerk und HanseWerk Natur auch Schleswig-Holstein Netz gehört, ihre Klimaschutzaktivitäten massiv ausbauen: Dazu gehören Ladestationen für Elektroautos, von denen die HanseWerk-Gruppe bereits 150 errichtet hat und in den nächsten zwei Jahren weitere 150 installieren wird. Das HanseWerk-KlimaNavi, welches das MELUND in Schleswig-Holstein für alle Kommunen erworben hat, hilft den CO2-Fußabdruck zu berechnen, und Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zu ergreifen. ?Die hohe Resonanz der Kommunen zur Nutzung des Klima-Navi im Rahmen der Landeslizenz zeigt, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind?, sagt Minister Albrecht und betont, dass Kommunen weitere Unterstützungsangebote für den Klimaschutz im Rahmen der Energie- und Klimaschutzinitiative des Landes erhalten können.
Bis zu 100 Prozent CO2-Einsparungen sind mit den verschiedenen Wärmelösungen von HanseWerk Natur möglich, die auf Biogas, Pellets oder Wärmepumpen basieren. Die erdgasbetriebenen Hocheffizienz-BHKW helfen CO2-Reduktionen um bis zu 65 % gegenüber einem dem bundesweiten Durchschnitt der Wärmekunden zu erreichen. Zusätzlich bietet die HanseWerk-Gruppe Power-to-Heat-Lösungen wie Elektrokessel sowie Wärmepumpen an, sowie über den Partner E.ON auch Photovoltaik- und Speicherlösungen sowie Kleinwindräder. Der von HanseWerk entwickelte Energiewächter hilft Kommunen, ihren Energieverbrauch zu überwachen. ?Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit sind die Grundlagen dafür damit aus Klimaschutz nachhaltige Realität wird?, sagt Matthias Boxberger. ?Mit unseren Produkten können unsere Kunden deshalb nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern vielfach auch ihre Kosten und den Ressourcenverbrauch senken.?
Zukunftsprojekte und -produkte
Zusätzlich wird die HanseWerk-Gruppe ihr Angebot im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz deutlich erweitern. Im Mittelpunkt stehen Wasserstoffprojekte, wie der Betrieb eines Blockheizkraftwerks auf Wasserstoffbasis sowie der Start einer Wasserstoff-Elektrolyseanlage im Hamburger Hafen. Daneben laufen Projekte zur Einspeisung von grünem Wasserstoff ins Erdgasnetz in Brunsbüttel. Außerdem plant die HanseWerk-Gruppe nachhaltige Lösungen für Baugebiete speziell in den Bereichen Wärme und E-Mobilität: unter anderem Niedrigtemperatur-Wärmenetze. Ebenfalls geplant sind die Verwertung von regionalen, pflanzlichen Reststoffen zu Pellets und ein Projekt zum Erfassen von Energieverbräuchen in Kommunen, um Energiesparpotentiale zu identifizieren.
Klimaneutralität in Liegenschaften, Fuhrpark, Netzbetrieb und Wärmeerzeugung
Neben dem Ausbau des Produktportfolios wird die HanseWerk-Gruppe in den nächsten zehn Jahren den Ausstoß von aktuell rund 650.000 Tonnen Kohlendioxid* pro Jahr schrittweise verringern. An erster Stelle steht hierbei die Reduktion des Energieverbrauches. Wo dies technisch nicht möglich ist, wird HanseWerk grüne Energieträger einsetzen oder wenn nötig, den CO2-Ausstoß durch Kompensationsmaßnahmen neutralisieren.
In einem Stufenplan werden in den nächsten zwei Jahren 40 Standorte und alle Liegenschaften klimaneutral. Erreicht wird dies durch Energieeffizienzmaßnahmen wie die Modernisierung von Heizungen, Fenstern und Beleuchtung. Hinzu kommt die Eigenversorgung über Photovoltaikanlagen sowie die erfolgte Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom, wodurch 11.000 Tonnen CO2* pro Jahr eingespart werden. Der über 650 Fahrzeuge umfassende Fuhrpark wird bis 2025 im Wesentlichen auf E-Fahrzeuge umgestellt und die Ladeinfrastruktur für E-Autos an allen Standorten ausgebaut. Erprobt werden außerdem wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie Anreize für CO2-freie Dienstfahrten.
Die HanseWerk-Gruppe, die in den letzten Jahren eine Milliarde Euro in die Energienetze investiert hat und noch bis 2022 über eine halbe Milliarde in Ausbau und Wartung der Netze investieren wird, will beim Netzbetrieb die CO2-Emissionen schrittweise um circa zehn Prozent pro Jahr verringern oder durch Kompensationen ausgleichen. Dazu werden beispielsweise bei Schleswig-Holstein Netz Stromleitungen mit größerem Querschnitt eingesetzt, um die physikalisch bedingten Netzverluste zu reduzieren. Dort wo technische Maßnahmen zur CO2-Reduktion nicht möglich sind, müssen die Emissionen zum großen Teil über Kompensationen neutralisiert werden. Beim Gasnetzbetrieb von Schleswig-Holstein Netz, HanseGas sowie Elb-Energie sind u.a. die Senkung des Betriebsdrucks vor Baumaßnahmen und die Reduktion der Energieverbräuche in Vorwärmanlagen im Gasnetz geplant.
Die von HanseWerk Natur betriebenen Heiz- und Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Erzeugung von Wärme und Strom werden in den nächsten Jahren immer weiter auf grüne Technologien wie Grüngas, Pellets oder Wärmepumpen umgestellt. Dabei kann das Unternehmen auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken: So erfolgt die Stromproduktion bei HanseWerk Natur schon heute zu 60 Prozent auf Biogasbasis. Auch wurde erst kürzlich ein mit Holzpellets betriebenes Heizwerk in Schönberg in Betrieb genommen. Darüber hinaus hat sich HanseWerk Natur auf die Rückgewinnung von Abwärme spezialisiert und betreibt schon heute die effizientesten BHKW im Norden. Im Wärmenetzbetrieb wird HanseWerk Natur die Energieeffizienz durch Netzsanierungen oder geringere Vorlauftemperaturen verbessern sowie Grünstrom für den Pumpenbetrieb beschaffen.
Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Zusätzlich hat die HanseWerk-Gruppe hat angefangen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch externe Fachleute gezielt auf das Thema Klimaschutz zu schulen. Weitere Maßnahmen zur Förderung eines internen Kulturwandels sind Aktionsmonate zu speziellen Klimaschutzthemen. Hinzu kommen interne Ideenwettbewerbe zur Vermeidung von CO2. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Unternehmen nachhaltiger aufzustellen und die eigenen Mitarbeiter für das Thema zu begeistern.
Anmerkung: Durchschnittlich erzeugt ein Bundesbürger pro Jahr 11 Tonnen CO2.
Die HanseWerk-Gruppe bietet ihren Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit Schwerpunkten im Netzbetrieb und dezentrale Energieerzeugung. Mehr als 2,5 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Als Partner der Energiewende hat das Unternehmen in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu über 1.000 Heizanlagen, Blockheizkraftwerke sowie Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie NEW 4.0, und ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden. Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von über 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
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Datum: 27.05.2020 - 14:18 Uhr
Sprache: Deutsch
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