Von Grün auf Rot - Trockenheit und Hitze erhöhen Waldbrandgefahr (AUDIO)

Von Grün auf Rot - Trockenheit und Hitze erhöhen Waldbrandgefahr (AUDIO)

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(ots) - Anmoderationsvorschlag: Temperaturen über 30 Grad im Sommer sind ja auch in unseren Breiten keine Seltenheit mehr. Ganz so heiß wie in den Mittelmeerländern ist es zwar in der Regel nicht. Unseren Wäldern setzt die Hitze aber trotzdem zu, und mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr. In manchen Regionen herrscht schon seit Wochen erhöhte Alarmstufe. Aber was bedeutet das? Wie verhält man sich richtig? Jessica Martin berichtet.

Sprecherin: Es regnet immer weniger in Deutschland - und das führt dazu, dass die Waldbrandgefahr ständig steigt. Aber auch die Menschen tragen ihr Scherflein mit dazu bei, sagt Torsten Reinwald, Biologe beim Deutschen Jagdverband:

O-Ton 1 (Torsten Reinwald, 28 Sek.): "Oftmals ist es tatsächlich Brandstiftung, die zu Waldbränden führt, es ist aber in den meisten Fällen einfach nur Fahrlässigkeit. Das heißt, die Zigarettenkippe, die einfach aus dem Auto geschnippt wird, aus dem fahrenden oder so weggeworfen wird beim Spaziergang, kann ganz schnell einen Waldbrand verursachen. Und natürlich kann es auch ein Auto sein, wenn es zum Beispiel am Waldrand geparkt wird. Trockenes Gras wird durch einen heißen Katalysator sehr schnell entzündet und wir haben einen Waldbrand."

Sprecherin: Dass der auch durch Glasscherben verursacht werden kann, wie immer behauptet wird, ist dagegen sehr unwahrscheinlich:

O-Ton 2 (Torsten Reinwald, 17 Sek.): "Diesen Brennglaseffekt, den gibt es einfach nicht, das haben wissenschaftliche Studien gezeigt. Ebenso wenig wahrscheinlich ist es, dass ein Blitzeinschlag einen Waldbrand verursacht. Glasscherben haben aber trotzdem nichts im Wald zu suchen, weil sich Wildtiere sehr, sehr schwer daran verletzen können und sogar sterben können daran."

Sprecherin: Umso wichtiger ist es deshalb auch, bei den kleinsten Anzeichen eines Waldbrandes sofort Feuerwehr oder Polizei zu alarmieren:

O-Ton 3 (Torsten Reinwald, 18 Sek.): "Und ganz wichtig, immer wieder die Fragen beantworten: Wo brennt es, wie brennt es und sind Menschen in Gefahr? Ganz, ganz wichtig ist immer auch: Autos nicht panikartig irgendwo parken, sondern abseits der Wege, der Wegekreuzungen, damit die Löschfahrzeuge auch durchkommen im Ernstfall."



Sprecherin: Sollten Sie unsicher sein, wo Sie sich gerade genau befinden, dann hilft Ihnen übrigens Ihr Smartphone: Das übermittelt bei einem Notruf den Standort heutzutage in der Regel automatisch.

O-Ton 4 (Torsten Reinwald, 18 Sek.): "Den genauen Standort kann ich natürlich auch über eine Navigations-App ermitteln und diesen dann weitergeben. Und zudem gibt es in den meisten Wäldern sogenannte Rettungspunkte. Die sind über eine Tafel markiert, mit einer Buchstaben-ZahlenKombination: Die kann ich natürlich auch weitergeben und kann dann sehr präzise sagen, wo ich bin und wo es brennt." Abmoderationsvorschlag: Neben Brandstiftung sind achtlos weggeschnippte brennende Zigaretten Hauptauslöser von Waldbränden. Deshalb ist das Rauchen in allen deutschen Wäldern grundsätzlich von Anfang März bis Ende September verboten. Worauf man noch achten kann, um Waldbrände zu vermeiden, finden Sie auch noch mal im Netz unter jagdverband.de.

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Torsten Reinwald
Tel.:030/2091394-23
Mail: pressestelle@jagdverband.de

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Datum: 20.07.2020 - 09:00 Uhr
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