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RTL/ntv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: CDU/CSU, SPD und AfD in der fünften Woche unverändert - Mehrheit der Deutschen für Fertigstellung von Nord Stream II - 95 Prozent gegen Flüssiggas aus USA

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(ots) - Unveränderte Werte für alle Parteien

Bereits in der fünften Woche sind die Werte der Union, der SPD und der AfD im RTL/ntv-Trendbarometer unverändert. Die FDP kommt in der vierten Woche hintereinander auf 5 Prozent. Gegenüber der Vorwoche bleiben die Werte aller Parteien identisch.

Im Vergleich zum Januar 2020 hat die CDU/CSU acht Prozentpunkte gewonnen und liegt mit 36 Prozent weiterhin mit großem Abstand an der Spitze. Die SPD hat seit dem Anfang des Jahres vier Prozentpunkte zugelegt, auf 16 Prozent. Grüne und FDP haben gegenüber dem Januar jeweils vier Prozentpunkte, die AfD drei Prozentpunkte verloren. Die Linke erhält mit 9 Prozent denselben Wert wie zu Beginn des Jahres.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien demnach mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 36 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), Grüne 18 Prozent (8,9%), SPD 16 Prozent (20,5%), Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 9 Prozent (12,6%) und FDP 5 Prozent (10,7%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen ist mit 23 Prozent ähnlich hoch wie der Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Energieversorgung: Erneuerbare Energien allein reichen nicht

Vor dem Hintergrund des politischen Streits über einen möglichen Baustopp für die Gas-Pipeline "Nord Stream II" von Russland nach Deutschland hat forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL die Meinungen der Bundesbürger zur Zukunft der Energieversorgung ermittelt. Zwei Drittel der Befragten (67%) sind überzeugt, dass Deutschland seinen Energiebedarf in den nächsten Jahren nicht allein durch erneuerbare Energien decken kann. Stattdessen müssten auch herkömmliche Energiearten (Erdgas, Kernkraft, Öl, Kohle) weiter genutzt werden. An dieser Einschätzung hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts geändert. Lediglich die Anhänger der Grünen (59%) und die 18- bis 29-Jährigen (52%) sind mehrheitlich der Auffassung, dass die erneuerbaren Energien (wie Solarenergie und Windkraft) ausreichen, um das Land mit Energie zu versorgen. Auch ein größerer Anteil der SPD-Anhänger (45%) ist dieser Auffassung.



Die Mehrheit der Bundesbürger (51%) ist dafür, dass neben den erneuerbaren Energien vor allem Erdgas für die Energieerzeugung genutzt wird. Ein Viertel (24%) ist für den weiteren Einsatz von Kernkraft. Für Erdöl plädieren 3, für Kohle 2 Prozent. Die übrigen 20 Prozent können sich entweder nicht entscheiden oder präferieren keine der herkömmlichen Energieformen. Auf eine vorrangige Versorgung mit Erdgas setzen vor allem die über 60-Jährigen (64%), die Anhänger der Grünen (55%) sowie die der SPD (68%). Der Einsatz von Atomkraft hat seine meisten Befürworter unter den Anhängern der FDP (35%) und der AfD (44%).

60 Prozent der Deutschen für Fertigstellung von Nord Stream II

Den Bau von Nord Stream II, einer zweiten Gasleitung neben der bestehenden Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland, hält nach wie vor eine Mehrheit der Bundesbürger (52%) für richtig. 38 Prozent sind hingegen der Auffassung, "man sollte darauf verzichten". Die meisten Befürworter hat die Pipeline in Ostdeutschland (65%), bei den über 60-Jährigen (59%) sowie unter den Anhängern der SPD (58%), der Linke (59%), der FDP (62%) und der AfD (73%). 51 Prozent der Grünen-Anhänger sind gegen die Pipeline.

Nach dem mutmaßlichen Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen und Putin-Gegner Alexej Nawalny sind Forderungen laut geworden, die Bundesregierung solle als Reaktion die Fertigstellung der Gas-Pipeline Nord Stream II stoppen. Diese Forderung wird von einer Minderheit der Bundesbürger (28%) unterstützt. 60 Prozent dagegen meinen: "Das noch fehlende Stück sollte fertig gebaut werden." In allen Bevölkerungs- und Wählergruppen - mit Ausnahme der Grünen-Anhänger - ist eine deutliche Mehrheit gegen einen Baustopp. Von den Anhängern der Grünen sind 44 Prozent gegen die Fertigstellung, 40 Prozent sind dafür.

Deutsche wollen kein Flüssiggas aus den USA

US-Präsident Donald Trump will verhindern, dass die Gas-Pipeline Nord Stream II in Betrieb geht. Lediglich 1 Prozent der Bundesbürger glaubt Trump, wenn er sagt, es gehe ihm dabei um das Wohl Europas und Deutschlands. 95 Prozent dagegen sind überzeugt: "Er will mehr amerikanisches Flüssiggas in Europa verkaufen." Das allerdings lehnen die meisten Deutschen ab. Falls der Bau der Ostsee-Pipeline tatsächlich gestoppt werden sollte, sind 2 Prozent der Befragten dafür, dass Deutschland dann "vermehrt Flüssiggas aus den USA importieren" sollte. 95 Prozent sind dagegen und meinen, "es sollten andere Möglichkeiten gesucht werden, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten".

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 7. bis 11. September 2020 erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu Energieversorgung und Nord Stream II wurden am 10. und 11. September 2020 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-3 Prozentpunkte.

Pressekontakt:

Alessia Gerkens
Mediengruppe RTL Deutschland GmbH
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de
Tel: +49 221 456-74101

Dr. Peter Matuschek
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Datum: 12.09.2020 - 10:59 Uhr
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