„Autobahnlärm-Aktion“ im Chiemgau zum Interationalen Tag gegen den Lärm

„Autobahnlärm-Aktion“ im Chiemgau zum Interationalen Tag gegen den Lärm

ID: 184405

Die Bürgerinitiative „A8 - Bürger setzen Grenzen e.V.“, beteiligt sich mit einer ganz
besonderen Aktion am „Internationalen Tag gegen den Lärm“: Noch bis 27. April können für
die Aktion Orte in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Rosenheim
gemeldet werden, an denen die Autobahn hörbar ist. Die Meldung erfolgt per E-Mail
(laerm@a8-buerger-setzen-grenzen.de) oder telefonisch und per SMS unter 0176-85077364.
Die BI, die sich gegen den Totalausbau der A8 von Rosenheim bis Piding auf doppelte Breite
wehrt, sammelt alle Meldungen und trägt diese dann auf einer Landkarte ein. Die „Lärm-
Landkarte“ wird dann am 28. April an die Entscheider des Autobahnausbaus übergeben.




(firmenpresse) - Die Beteiligung an der Aktion, die seit einer Woche läuft, ist bereits sehr groß und führt bei
den Initiatoren der Aktion teilweise zu großen Überraschungen. „Wir wissen ja aus eigener
Erfahrung, wie weit Autobahnlärm sich ausbreitet. Dass man die Autobahn aber teilweise
sogar an entlegenen Orten oder auf dem Berg hören kann, überrascht selbst uns immer
wieder. Nicht auszudenken, wie sehr der Lärm durch einen Totalausbau der Autobahn auf
6+2 noch zunehmen wird.“ meint Marlis Neuhierl-Huber, die Ideengeberin der Aktion.
Ebenso wie Neuhierl-Huber befürchten mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger aus den
Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land, dass der Ausbau der A8
auf 6+2 zu mehr Lärm führen wird. Sie haben sich daher schon vor über einem Jahr zu
einer Bürgerinitiative gegen den Totalausbau zusammen geschlossen. Gemeinsam
engagieren sie sich nun für einen Ausbau der Autobahn, jedoch auf eine angemessene
und intelligente Variante. Laut BI sei ein Ausbau der überalterten Autobahn alleine schon
aus Sicherheitsgründen notwendig (die Autobahn verfügt bislang nur über 2 Fahrstreifen
je Richtung, Standstreifen für Pannenfahrzeuge sind nicht vorhanden). Jedoch sei auf
Grund der rückläufigen Verkehrszahlen ein massiver Ausbau auf doppelte Breite wie
derzeit angedacht nicht sinnvoll. Nur ein intelligenter Ausbau nach dem Prinzip 4+2 auf 27
Meter (=2 Fahrstreifen + 1 Standstreifen je Fahrtrichtung) sei finanziell, hinsichtlich des
Flächenverbrauchs, sowie aus Umwelt- und Lärmschutzgründen die einzige zukunftsfähige
Variante. Auch ist laut Meinung der BI ein Tempolimit angebracht, da dieses automatisch
eine kostengünstige und sicherer Lärmschutzmaßnahme darstellt. Weitere
Lärmschutzmaßnahmen sind laut BI ebenfalls absolut notwendig. Es ist jedoch zu
erwarten, dass nur an wenigen Orten Lärmschutzmaßnahmen realisiert werden, da die


rechtlichen rahmenbedingungen für einen Lärmschutzanspruch extrem eng gefasst sind.
Ebenfalls ist unklar, wie diese dann aussehen werden. Tunnellösungen und
Einhausungen werden von den Bürgern zwar gewünscht, doch ist deren Umsetzung
alleine schon aus finanziellen Gründen unrealistisch. Alleine für den geforderten Högl-
Tunnel würden 900 Mio. Euro an zusätzlichen Kosten entstehen. Somit erwartet die BI bei
einem Ausbau der A8 auf 6+2 durch den Bündelungseffekt und den Ausbau zur
Hochgeschwindigkeitsautobahn eine deutliche Zunahme des Lärms. Wie die Aktion
„Autobahnlärm“ gerade zeigt, wird dies dann nicht nur für die Anwohner, sondern für die
komplette Region zum Problem. Ob und wie lange der Chiemgau dann noch als
alpenländisches Idyll für Einheimische und Gäste aus aller Welt gelten kann, bleibt
abzuwarten.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Datum: 29.03.2010 - 15:22 Uhr
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