IHK zur EEG-Novelle: Kein großer Wurf!
ID: 1846052
Ausstieg aus der EEG-Förderung rasch einleiten!
?Wir hätten uns insgesamt mehr Mut und Entschlossenheit gewünscht, etwa um der mittelständischen Wirtschaft Investitionen in Solardächer zu erleichtern. Stattdessen bremsen weiterhin bürokratische Auflagen wie komplizierte Abgrenzungs- und Meldepflichten von Drittstrommengen oder Ausschreibungsverfahren das Engagement der Betriebe. Auch bleiben die Belastungen der Unternehmen durch die EEG-Umlage für die Eigenstromerzeugung bestehen. Dies hemmt unter anderem die Nutzung von Solarstrom für die Elektrifizierung von Fuhrparks oder die Wärmeversorgung. Kontraproduktiv ist vor allem die Umlageerhebung für Eigenversorger. Sie steht dem erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien entgegen, mit dem das für 2030 geplante 65-Prozent-Ziel erreicht werden soll.? So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen den heutigen Kabinettsbeschluss zum EEG 2021.
Verbesserungen bei der Besonderen Ausgleichsregelung
Positiv bewertet die IHK, dass die Schwellenwerte für die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) schrittweise abgesenkt werden sollen, wenn auch nur für einen Teil der Unternehmen mit hoher Stromkostenintensität. Damit reagiert die Bundesregierung auf das Problem, dass die zu deckelnde EEG-Umlage für einige Unternehmen sonst paradoxerweise Strommehrkosten hervorrufen würde. Zudem wird dadurch die Gefahr abgewandt, dass industrielle Stromabnehmer coronabedingt aus der Besonderen Ausgleichsregelung herausfallen.
Deckelung der EEG-Umlage unsicher
Unverändert problematisch bleibt aus Sicht der IHK die Finanzierung des EEG. Zwar sind im Klimapaket und im Konjunkturpaket des Bundes Zuschüsse zur EEG-Finanzierung vorgesehen. Doch es ist nach wie vor offen, ob die gleichfalls beschlossene Deckelung der EEG-Umlage tatsächlich kommt. Denn die EEG-Novelle enthält hierzu keine Festlegungen. In der Praxis könnten sich also durchaus deutlich höhere EEG-Umlagen ergeben ? mit allen negativen Folgen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Für die IHK ist nun auch deshalb der Zeitpunkt erreicht, an dem die Politik rasch den Einstieg in den Ausstieg aus der EEG-Förderung auf den Weg bringen sollte. ?Seit langem sprechen wir uns bereits für das Auslaufen des EEG als dauerhaftes Förderinstrument aus. 20 Jahre sind genug. Denn nach einem so langen Zeitraum kann von einer für den Markteinstieg erforderlichen Technologieförderung keine Rede mehr sein ? erst recht nicht angesichts der deutlich gestiegenen Anteile der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung. Wir plädieren deshalb für die Umstellung auf einen aus dem Bundeshaushalt finanzierten und im Zeitablauf abnehmenden Investitionskostenzuschuss. Damit wären die Anlagen von Anfang an direkt in den Markt integriert?, so Klingen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 23.09.2020 - 11:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1846052
Anzahl Zeichen: 3185
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Saarbrücken
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1221 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IHK zur EEG-Novelle: Kein großer Wurf!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé: „Das Reformpaket enthält einige richtige und überfällige Schritte – insbesondere beim Abbau von Bürokratie, bei Krankschreibungen und bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Der große wirtschaftspolitische Befreiungsschlag bleibt jed
IHK: Zukunft des Saarlandes braucht mehr Wettbewerbsfähigkeit – nicht neue Belastungen ...
Die IHK Saarland sieht im Jahresbericht 2026 der Arbeitskammer einen wichtigen Anlass für eine grundsätzliche wirtschaftspolitische Debatte über die Zukunft des Saarlandes. Der Bericht benenne zwar reale Herausforderungen – von Transformation über Fachkräftesicherung bis hin zu sozialem Zusam
Thomé: „Dauerstaus und jahrelange Einschränkungen dürfen nicht zum Normalzustand im Saarland werden“ ...
Die IHK Saarland sieht die zunehmenden Verkehrsbehinderungen auf den wichtigsten Verkehrsachsen des Landes mit wachsender Sorge. Hintergrund sind zahlreiche Rückmeldungen von Unternehmen aus Industrie, Handel, Logistik, Gastronomie und Tourismus, die von erheblichen Belastungen durch die aktuelle B
Weitere Mitteilungen von Industrie- und Handelskammer des Saarlandes
Schächnerhof setzt auf Sonnenstrom: Sun Contracting nimmt erneut 178 kWp Contracting in Bayern in Betrieb ...
Im bayrischen Erlbach setzt man auf die Kraft der Sonne: 178,50 kWp Photovoltaikleistung befinden sich hier auf den Dachflächen eines landwirtschaftlichen Betriebes im Landkreis Altötting. Der produzierte Strom wird zu 100 % ins öffentliche Netz eingespeist. Möglich macht dies das Photovoltaik C
Vier neue Azubis starten ihre Ausbildung ...
. Am 1. September starteten vier Auszubildende ihre Ausbildung. Die Ausbildungsleiter des Rührwerk-Spezialisten aus Sulzberg im Allgäu hießen die vier Neulinge am Firmenstandort herzlich Willkommen. Nach einem kurzen Firmenrundgang wurden Philipp Jacob, Efrem Tewelde, Florian Heiligensetzer un
Hört auf, zu sparen! - Grünere Zukunft durch höheren Stromverbrauch (AUDIO) ...
Anmoderationsvorschlag: Im Energiesparen sind die meisten hier in Deutschland inzwischen ziemlich gut. Den Stromzähler immer im Blick, folgen wir den vielen Energiespartipps, die wir ständig und überall finden. Und das ist auch gut so, heißt es immer wieder. Es sei ein wichtiger Beitrag für ein
Nachhaltige Elektromobilität für die Smart City ...
ZENNER und GP JOULE CONNECT betrachten E-Mobilität ganzheitlich: Ihre innovativen E-Mobilitätsangebote gehen mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit einher. Dabei ermöglichen die digitalen Lösungen eine intelligente Verwirklichung energiewirtschaftlicher und serviceorientierter Strategien der Versorg




