Bartsch: Treuhand-Desaster schonungslos aufarbeiten
ID: 1847589
Osnabrück. Die Linksfraktion im Bundestag drängt auf eine "schonungslose" Aufarbeitung der Arbeit der Treuhandanstalt, die nach der deutschen Wiedervereinigung vor 30 Jahren Tausende von Unternehmen in der ehemaligen DDR privatisiert oder abgewickelt hat. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Treuhandpolitik war der Kardinalfehler der deutschen Einheit." Er kritisierte besonders die Art und Weise, wie Dinge durchgesetzt worden seien. Gefühlt sei dies eine "Fortsetzung des Kalten Krieges mit anderen Mitteln" gewesen.
Bartsch forderte, der nächste Bundestag solle dieses Thema aufgreifen und in die Akten schauen, die nach 30 Jahren nun zugänglich würden. Er fragte: "Warum hat die Bundesregierung unter Helmut Kohl die Treuhand kaum kontrolliert?" Ohne eine schonungslose wissenschaftliche wie politische Aufarbeitung des Treuhand-Desasters sei die wirkliche Vollendung der deutschen Einheit kaum möglich, fügte der Linken-Politiker hinzu.
Bis zum 31. Dezember 1994 konnte die Treuhandanstalt nach Entflechtungen und Stilllegungen über 15.000 Unternehmen und Betriebsteile privatisieren, so das Bundesfinanzministerium schon im vergangenen Jahr auf eine Anfrage der Linksfraktion. Außerdem wurden den Angaben zufolge 4500 Unternehmen beziehungsweise Unternehmensteile "reprivatisiert". Und weiter: "Durch Arbeitsplatzzusagen wurden 1,5 Millionen Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen." Einklagbare Vereinbarungen gab es (Stand 31. Dezember 1993) jedoch nur für rund 921.000 Arbeitsplätze, wie das Ministerium mitteilte. Zum Vergleich: Als die Treuhand 1990 ihre Arbeit aufnahm, hatten die von ihr verwalteten Unternehmen gut vier Millionen Beschäftigte.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/4719613
OTS: Neue Osnabrücker Zeitung
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.09.2020 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1847589
Anzahl Zeichen: 2227
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 526 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bartsch: Treuhand-Desaster schonungslos aufarbeiten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabr (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Fachgesellschaft für Maskenpflicht wegen überlasteter Kinderkliniken durch RSV-Welle GPP-Präsident Stock: "Würde definitiv helfen, um Infektionen zu begrenzen" - Appell an Eltern, nicht unnötig zum Arzt zu gehen Osnabrück. Wegen der Überlastung von Kinderkliniken durch die RSV-
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden ...
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden Lemke: "Am besten wäre es, das Projekt zu stoppen" - Grünen-Politikerin sieht Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres in Gefahr Osnabrück. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grü
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund ...
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund "Hund mit Vorgeschichte" von Tierschutz-Initiative vermittelt - Balu erleidet Durchfall-Attacken Osnabrück. Karoline Herfurth (38) hat einen Hund mit Angstproblemen: "Ich habe einen Angsthund", sagte die Schauspielerin der "Ne
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabr
Historiker: Nabelschau mit "Jammer-Ossi" und "Besser-Wessi" beenden ...
Historiker: Nabelschau mit "Jammer-Ossi" und "Besser-Wessi" beenden Mehr Dialog und Forschung gefordert Osnabrück. 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung ist es nach Ansicht des Historikers Marcus Böick von der Ruhr-Universität Bochum an der Zeit, "die ewige deut
FDP gegen Quote beimÖko-Landbau und für Einsatz der Gen-Schere ...
FDP gegen Quote beim Öko-Landbau und für Einsatz der Gen-Schere Beschluss der Agrarpolitiker aus Bund und Ländern - Warnung vor "Nahrungsmitteltourismus" Osnabrück. Die FDP spricht sich für den Einsatz der sogenannten Gen-Schere in der Pflanzenzucht und gegen Quoten zum Ausbau der Ã
"US-WAHL 2020": BILD Liveüberträgt das 1. TV-Duell Trump vs. Biden in einer Sondersendung am Mittwoch, 30. September 2020 ab 2.30 Uhr auf BILD.de / Moderation Kai Weise (FOTO) ...
Der Wahlkampf in den USA geht in die heiße Phase. BILD Live überträgt im Rahmen seiner Sondersendung "US-Wahl 2020" das erste von drei TV-Duellen zwischen dem amtierenden Präsidenten Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden in der Nacht von Dienstag 29. September
Das Erste: US-Wahl 2020: Die Sendungen im Ersten und in der ARD-Mediathek ...
Donald Trump oder Joe Biden - am 3. November 2020 findet die Wahl des US-Präsidenten statt. Die Kandidaten, der Wahlkampf und die Entscheidung stehen im Mittelpunkt eines Themenschwerpunkts mit Reportagen, Dokus und Live-Sendungen. Donnerstag, 15. Oktober, 2:30 Uhr Weltspiegel extra: Das TV-Duell




