Das Goethe-Institut kämpft mit einem Defizit
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Zu den veränderten Bedingungen der internationalen Goethe-Arbeit sagte Lehmann: "Wir müssen zunehmend Sicherheitsauflagen berücksichtigen, wir erleben eine schleichende Zunahme von Zensur, die Macht der Algorithmen führt zu Meinungsmanipulation. Nicht zuletzt deshalb ist in meiner Zeit die Arbeit sehr stark von ästhetischen Kategorien hin zu einer zivilgesellschaftlichen Orientierung gegangen. Kultur und Bildung gehören zu den wirkungsvollsten zivilgesellschaftlichen Kräften. Wir müssen die Freiheit von Kunst und Wissenschaft verteidigen. Und das tun wir offensiv."
Eigenwilligkeit und Selbstständigkeit seien die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kulturarbeit, sagte Lehmann auch mit Blick auf die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, deren Präsident er von 1998 bis 2008 war. Für das Humboldt Forum, dessen Gründung auf eine Lehmann-Idee zurückgeht, wünscht er sich mehr Geschlossenheit, "da macht noch jeder seins", kritisierte Lehmann im Gespräch mit dem "Tagesspiegel".
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Datum: 11.11.2020 - 16:14 Uhr
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