Professor Dr. Harald Kaiser hat eine Leidenschaft fürs Recycling
ID: 1860360
Kunststofftechniker feiert 40-jähriges Jubiläum an der Hochschule Aalen
In welche Richtung seine Karriere gehen sollte, wusste Kaiser schon früh: An der Universität Stuttgart studierte er von 1975 bis 1981 Maschinenbau und forschte in dieser Zeit in unterschiedlichen Projekten am Institut für Kunststofftechnik (ITK). Einer der Schwerpunkte war die Entwicklung eines Programms, dass das Formen von Kunststoffflaschen erleichtern soll. Das Thema Recycling lässt ihn seitdem nicht mehr los und begleitet den promovierten Ingenieur auch an der Hochschule Aalen seit Aufnahme seiner Lehrtätigkeit am 01.09.1992. Zuvor hatte er an der Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem ITK promoviert mit dem Dissertationsthema: ?Theoretische und experimentelle Untersuchungen des Schwellverhaltens extrudierter Schläuche beim Hohlkörperblasprozess?.
Der Wechsel von der Industrie, wo Kaiser bei der Firma Bosch Elektrowerkzeuge in Leinfelden arbeitete, an die Hochschule, war eine Herzensangelegenheit, die Kunststofftechnik seine Leidenschaft. Wenn Kaiser an seine ersten Tage auf dem Campus denkt, erinnert er sich vor allem an die damaligen Arbeitsmethoden und Programme, die heute längst weiterentwickelt und ersetzt wurden. ?Die Technik von damals ist mit dem heutigen Stand nicht zu vergleichen?, erzählt er.
Kaiser übernahm das Lehrgebiet der Programme CAD (Computer Aided Design) /CAE (Computer Aided Engeneering) in der Kunststoffverarbeitung, Angewandte Informatik und Werkzeugbau. Die CAD und CAE Systeme sind Voraussetzung, um Kunststoffe herzustellen. Besonders stark liegt hier der Fokus im Werkzeug-Design. ?Zu Beginn meiner Zeit war das CAD Programm noch in 2D, heute ist es in 3D?, fügt Kaiser hinzu.
Die Kunststofftechnik ist heute eine der ?grünen? Technologien mit Fokus auf die Nachhaltigkeit. Dazu trägt auch das Qualifizierungsangebot Green Technology and Economy (GreenTech) der Hochschule Aalen bei, dass auch im Bereich der Kunststofftechnik von den Studierenden erworben werden kann. Denn in Bezug auf das Thema Recycling gibt es laut Kaiser noch viel zu tun und einige Hürden zu überwinden. Wichtig sei es, die Anzahl der Materialien zu sortieren, also quasi ?sortenrein? zu machen. ?Die Trennung von Kunststoffen ist Pflicht, damit diese recycelt werden können?, sagt Kaiser, der auch schon Dekan des Fachbereichs Produktionstechnik war, woraus später der aktuelle Masterstudiengang Polymer Technology (PTC) entstand.
Prof. Dr. Gerhard Schneider gratulierte Kaiser zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum: ?Prof. Kaiser hat in seinen 30 Jahren an der Hochschule Aalen wichtige Impulse in der Kunststofftechnik gesetzt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und Simulation.? Auch nach seiner Pensionierung wird Kaiser als Lehrbeauftragter der Hochschule erhalten bleiben wird. Mit genauso viel Leidenschaft wie bisher will er sich weiterhin mit Programmen wie CAD oder Virtual Reality beschäftigten. Zudem arbeitet er an der Entwicklung einer App, um Schulungen durchzuführen und sein Wissen so weiter zu geben.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 16.11.2020 - 15:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1860360
Anzahl Zeichen: 3366
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Aalen
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 949 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Professor Dr. Harald Kaiser hat eine Leidenschaft fürs Recycling"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Kunststoffe stehen im Fokus der Medien, doch wie funktioniert Recycling eigentlich? Dieser Frage stellten sich jetzt 15 Schülerinnen und Schüler des Chemie-Leistungskurses des Aalener Theodor-Heuss-Gymnasiums gemeinsam mit ihrer Lehrerin Beate Ehret. Für eine umfassende Antwort ging’s an die Ho
Von Aalen in die Tiefsee und zurück ...
Wasser ist das Thema der Zukunft – davon ist Prof. Dr. Markus Glaser überzeugt. Egal ob Meerwasserentsalzung zur Trinkwassergenerierung, Energieerzeugung oder CO2-Speicherung, die Tiefsee bietet unzählige Anwendungsbereiche mit vielen spannenden Themen der Zukunft ab. Um realitätsnah Umgebungsb
Auswirkungen der Energiekrise auf Unternehmen: Welche Zukunftstechnologien zeigen Wirkung- ...
Die aktuelle Energiekrise stellt Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. In einem praxisbezogenen Klimasimulationsworkshop entwickelten Studierende der Masterstudiengänge Nachhaltige Unternehmensführung und Financial Management jetzt mithilfe des weltweit renommierten Klimasimulators En-ROAD
Weitere Mitteilungen von Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft
Kunststoffseile: der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit ...
Kunststoffe scheinen für viele Menschen nicht nachhaltig und umweltzerstörend. Prof. Dr. Achim Frick vom Institut Polymer Science and Processing der Hochschule Aalen ist überzeugt, dass gerade ein Leichtbau mit Kunststoffen eine wichtige Antwort auf die ökologischen Herausforderungen der Zeit is
Smarter Rollstuhl schützt vor Schäden durch Druckbelastung: Entwicklung der Hochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken ...
Bewegung ist ein zentraler Aspekt der menschlichen Gesundheit und eines der Themen, mit denen sich das Team von Prof. Dr. Antoni Picard an der Hochschule Kaiserslautern im Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik beschäftigt. Derzeit arbeitet das Team an einem mit Sensoren ausgestatten Rollstu
"Watertuun - eine Aquaponik-Farm für Bremen" ...
?Watertuun - eine Aquaponik-Farm für Bremen? lautet der Titel einer öffentlichen Online-Ringvorlesung am Mittwoch, dem 25. November 2020, 17:30 Uhr. Referent bzw. Referentin: Denis Kapieske / Anna Brünner, Watertuun Bremen. Der Link zur Teilnahme findet sich kurz vor Veranstaltungsbeginn hier: ww
"Mach neu! Durchstarten auch in der Corona-Krise" ...
Wie erstelle ich einen Businessplan? Wo kann ich Fördermittel beantragen? Wo finde ich trotz der Pandemie Geschäftspartner? Diese Fragen bewegen Gründer auch und gerade in Zeiten von Corona. Existenzgründer und junge Unternehmen brauchen daher während und nach der Krise gezielte Unterstützung.




