ASB zu den Eckpunkten der Pflegereform: Versäulung des Leistungsgeschehens muss aufgebrochen werden (FOTO)
ID: 1861057

(ots) - Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als einer der größten Pflegeanbieter Deutschlands begrüßt die in den Eckpunkten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) vorgesehene Begrenzung des Eigenanteils pflegebedürftiger Heimbewohner und ferner, dass Pflegekräfte künftig angelehnt an tariflicher Entlohnung bezahlt werden müssen. "Die Begrenzung der Eigenanteile ist überfällig", sagt Uwe Martin Fichtmüller, Hauptgeschäftsführer des ASB Deutschland e. V. "Denn nur so kann verhindert werden, dass die bundesweite und trägerübergreifende bessere Vergütung der Pflegekräfte finanziell zulasten der Pflegebedürftigen geht."
Der ASB kritisiert die in der ambulanten Pflege vorgesehene fünfprozentige Anhebung aller Leistungsbeträge mit einer jährlichen Dynamisierung, die sich an der Inflationsrate orientiert. "Sachgerechter wäre eine Orientierung an der Steigerung der Personalkosten. Da künftig eine Bezahlung angelehnt an tariflicher Entlohnung zur Zulassungsvoraussetzung in der Pflege werden soll, schlagen wir vor, die künftige Dynamisierung der ambulanten Pflegesachleistungen an den Tariflohnsteigerungen in der Pflege zu bemessen", erläutert Fichtmüller.
Als kritisch erachtet der ASB auch die im Eckpunktepapier vorgesehene Begrenzung der Kombinationsleistungen für neue Wohnformen, die Betreutes Wohnen mit Tagespflege verbinden. Anbieter sind hier dem Wunsch der Pflegebedürftigen nach neuen Wohn- und Betreuungssettings nachgekommen. Daher sei nicht nachvollziehbar, weshalb ab Juli 2022 bei Inanspruchnahme von ambulanten Pflegesach- und/oder Geldleistungen die Leistungen der Tagespflege auf nur noch 50 Prozent begrenzt werden sollen.
Der Vorschlag des Bundesgesundheitsministers werfe vielmehr ein Schlaglicht auf ein entscheidendes Versäumnis des vorgelegten Reformplans. "Die sektorale Versäulung des Leistungsgeschehens in ambulant und stationär muss aufgebrochen werden, damit sich neue Versorgungsformen bilden können", betont Uwe Martin Fichtmüller und ergänzt: "Der ASB schlägt daher vor, das gesamte Leistungsgeschehen in der Pflege in Modulen abzubilden." Für deren Inanspruchnahme müssten im stationären wie im ambulanten Bereich einheitliche Geldbeträge vorgesehen werden. Pflegebedürftige könnten dann die Versorgungsform wählen, die ihren Vorstellungen entspricht. Zivilgesellschaftliche Unterstützung der professionellen Pflege wäre auch im stationären Bereich möglich und würde die professionelle Pflege entlasten.
Pressekontakt:
Alexandra Valentino
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Tel: 0221/47605-324
E-Mail: mailto:a.valentino@asb.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6532/4767266
OTS: ASB-Bundesverband
Original-Content von: ASB-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.11.2020 - 13:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1861057
Anzahl Zeichen: 2923
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin/Köln
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 539 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"ASB zu den Eckpunkten der Pflegereform: Versäulung des Leistungsgeschehens muss aufgebrochen werden (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ASB-Bundesverband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zur Verleihung des Annemarie-Renger-Preises des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) 2026 an Iris Berben kamen am 8. Juli 2026 auf Einladung von ASB-Präsidentin Dr. Katarina Barley und ASB-Bundesvorsitzendem Knut Fleckenstein Vertreter:innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Medien und dem Arbeiter-Samari
Neue Studien fünf Jahre nach der Flut in NRW und Rheinland-Pfalz: Warum Krisenvorsorge immer noch nicht jeden erreicht ...
Neue Studien im Auftrag des ASB zeigen: Für einen krisenfesten Bevölkerungsschutz sind starke Gemeinschaften, aktive Nachbarschaften und gut vorbereitete Menschen ebenso entscheidend wie leistungsfähige Einsatzstrukturen. Fünf Jahre nach der Hochwasserflut in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-
ASB zeichnet Iris Berben mit Annemarie-Renger-Preis 2026 aus / Schauspielerin wird für ihr jahrzehntelanges Engagement für Demokratie, Menschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt geehrt ...
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) verleiht den Annemarie-Renger-Preis 2026 an die Schauspielerin Iris Berben. Mit der Auszeichnung würdigt der ASB ihr außergewöhnliches, jahrzehntelanges Engagement für Menschlichkeit, Toleranz und ein weltoffenes Miteinander sowie ihren entschi
Weitere Mitteilungen von ASB-Bundesverband
Continentale Versicherungsverbund: Auszeichnung im Arbeitgeber-Ranking ...
Der Continentale Versicherungsverbund zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Analyse Instituts ServiceValue in Kooperation mit der WELT. Bei der Umfrage "Deutschlands Beste Arbeitgeber" wurden dafür mehr als 820.000 Aussagen ausgewerte
Gehalt und Jobmarkt: Diese Chancen gibt es im Handwerk ...
Friseure mussten schließen, Messebauer verloren Aufträge und Metallbauer gingen in Kurzarbeit - im Frühjahr hat die Corona-Pandemie das Handwerk schwer getroffen. Mittlerweile erholt sich die Situation am Jobmarkt. So ist die Zahl der Jobangebote im Handwerk im dritten Quartal wieder um 13 Prozen
CFO-Survey Herbst 2020 von Deloitte: Finanzvorstände richten ihre Strategien neu aus ...
- Pandemie beschleunigt New Work und Optimierungsmaßnahmen: Zwei Drittel der Unternehmen wollen auch nach der Krise vermehrt auf Remote Working setzen; Investitionen aktuell vor allem bei immateriellen Vermögenswerten wie Organisations- und Prozess-Optimierung - Infolge der konjunkturellen
BAP Job-Navigator 11/2020: "Städtevergleich" / Frankfurt/Main, Karlsruhe und Düsseldorf bieten das höchste Jobangebot je Einwohner ...
Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist deutschlandweit in den letzten Jahren durch den demografischen Wandel und die zunehmende Digitalisierung erheblich gestiegen. Die Corona-Pandemie hat zwar viele Branchen hart getroffen und führte mancherorts sogar zu einem Stellenabbau, dennoch wur




