Deutschland will 30 Prozent der Erde schützen / Campaign for Nature begrüßt Erklärung Merkels auf dem One Planet Summit
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Mit dem Bekenntnis zum 30-Prozent-Ziel folgt die Bundesregierung den dringenden Empfehlungen renommierter wissenschaftlicher Institutionen, wie u.a. der Leopoldina und des WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen). Diese fordern schon länger deutlich erhöhte Anstrengungen zum wirksamen Schutz global wichtiger Land- und Meereslebensräume als entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Biodiversitäts- und Klimakrise, unterstreicht Georg Schwede, Europachef der Campaign for Nature. Der EU Umweltrat hatte unter Führung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bereits im letzten Oktober das 30-Prozent-Ziel als einen Eckpfeiler der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 verabschiedet.
Dass dieses Ziel auch ökonomisch sinnvoll ist, zeigte die bisher umfassendste unabhängige Studie vom vergangenen Juli zu den ökonomischen Leistungen von Schutzgebieten (https://static1.squarespace.com/static/5c77fa240b77bd5a7ff401e5/ t/5f05c366f5edb16b875b3964/1594213260537/Waldron+Report-Highlights.pdf) . Der Studie zufolge überwiegt der Nutzen die Kosten von Schutzgebieten in einem Verhältnis von mindestens 5:1. Zudem förderten Schutzgebiete das Wirtschaftswachstum mehr als andere Landnutzungsformen, wie Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft. Auch für die Bewältigung der Klimakrise und zur Vermeidung zukünftiger Pandemien seien mehr Schutzgebiete unverzichtbar, so die Studie.
"Mit dem Bekenntnis zum 30-Prozent-Ziel muss Deutschland jetzt auch deutlich tiefer in die Tasche greifen, um die Umsetzung dieses ehrgeizigen Ziels unter Anerkennung und Unterstützung der Rechte indigener Völker zu unterstützen", betonte Georg Schwede. Er forderte mindestens eine Verdopplung der derzeitigen internationalen finanziellen Beiträge zum Schutz der Biodiversität. Zudem müssten mindestens 30 Prozent der deutschen Finanzmittel für den internationalen Klimaschutz in sogenannte "Nature based Solutions" fließen. Davon sollten vor allem der Schutz und die Wiederherstellung von Tropenwäldern und Küstenökosystemen profitieren. Diese hätten eine herausragende globale Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Klimaschutz, so Georg Schwede. Dies sei auch ein Ergebnis eines kürzlich vorgelegten Reports von Experten des World Resources Institute (WRI) (https://www.foundations-20.org/wp-content/uploads/2020/11/The-Nexus-Report.pdf) , Washington/USA.
Quellen:
Medienbericht zum HAC-Beitritt Deutschlands unter Verwendung von BMU-Quelle (https://ots.de/XL3Cac)
Deutschland will 30 Prozent Naturschutz weltweit (https://ots.de/XL3Cac)
Komplette Studie zu 5:1 Nutzen-Kosten-Verhältnis von Schutzgebieten (https://www.conservation.cam.ac.uk/files/waldron_report_30_by_30_publish.pdf)
Protecting 30% of the planet for nature: costs, benefits and economic implications (https://www.conservation.cam.ac.uk/files/waldron_report_30_by_30_publish.pdf)
Report zur Rolle von naturbasierten Lösungen für die Bewältigung der Klima- und Biodiv.krise (https://www.foundations-20.org/wp-content/uploads/2020/11/The-Nexus-Report.pdf)
The Nexus Report: Nature Based Solutions to the Biodiversity and Climate Crisis (https://www.foundations-20.org/wp-content/uploads/2020/11/The-Nexus-Report.pdf)
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Dr. Georg Schwede
Representative Europe, Campaign for Nature
mailto:georg@campaignfornature.com
mobil: 0170 5571244
Klaus-Henning Groth
Presse, Campaign for Nature
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mobil: 0172 449 3366
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Datum: 11.01.2021 - 11:11 Uhr
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