Klimaziele werden im Gebäudebereich nicht erfüllt: Bundesregierung muss endlich Reformstau angehen

Klimaziele werden im Gebäudebereich nicht erfüllt: Bundesregierung muss endlich Reformstau angehen

ID: 1881865
(ots) -

- Bundesregierung bescheinigt dem Gebäudesektor hohes CO2-Minderungspotential und bleibt trotzdem untätig
- Klimazielkonforme Effizienzstandards für Bauen und Sanieren dringend notwendig
- Deutsche Umwelthilfe fordert Bundesregierung auf, die Fördermittel für die energetische Sanierung auf 25 Milliarden Euro zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass Vermietende die Kosten des CO2-Preises tragen

Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Bundesregierung für den immer größer werdenden Reformstau im Gebäudebereich. Seit Jahrzehnten werden Klimaschutzbemühungen im Gebäudesektor konsequent verschleppt und aus der öffentlichen Debatte ausgeklammert. Und das, obwohl der Betrieb und damit vor allem die notwendige Heizenergie des aktuellen Gebäudebestandes für ein Drittel der bundesweiten Emissionen verantwortlich ist. Darüber hinaus verursacht der Neubau von Gebäuden neben einem großen Bedarf an Rohstoffen und Ressourcen einen gewaltigen CO2-Fußabdruck in der Produktion.

Die aktuelle Regierung hat hier nach Ansicht der DUH in allen Aspekten versagt. Erstens hat sie die verpflichtenden Effizienzstandards beim Bauen und Sanieren nicht verschärft. Das gefährdet direkt die deutschen Klimaziele. Zweitens nimmt sie noch immer nicht den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Blick. Es müssen aber alle Phasen berücksichtigt werden, angefangen vom Energiebedarf beim Hausbau bis zur Wiederverwertung beim Abriss.

Dazu Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Egal ob Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, ob Behördengebäude oder Schulhaus - die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass ab sofort Bauen und Sanieren mit den Klimazielen im Einklang ist. Gleichzeitig ist eine bedürfnisorientierte Quartierplanung notwendig - diese sieht auf dem Land anders aus als in Ballungszentren, wo Wohnraum knapp ist.

Die aktuelle Debatte um Klima- und Umweltschutz im Gebäudebereich macht deutlich, wie die klimapolitische Vermeidungspolitik der aktuellen Bundesregierung für eine schwerwiegende Verunsicherung in der Bevölkerung sorgt. Seit Jahrzehnten sind überfällige Reformen nicht angegangen worden - zum Vorteil großer Unternehmen der Wohnungswirtschaft und Gasindustrie.



Zunehmend sind jetzt die Verbraucherinnen und Verbraucher die Leidtragenden dieser Politik des Augenverschließens. Bereits an der aktuellen Debatte um die Abfederung des CO2-Preises für Mieterinnen und Mieter wird deutlich, dass die verantwortlichen Ministerien mit ihrer Blockadehaltung konkrete Maßnahmen eines sozialverträglichen Klimaschutzes verhindern. Die Zeche zahlen dann die Geringverdienenden, denen die vollen Kosten des CO2-Preises aufgebürdet werden. Die Bundesregierung muss deshalb schnellstmöglich einen klaren Handlungsrahmen setzen. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Fördermittel für die energetische Sanierung neu auszurichten und auf 25 Milliarden Euro jährlich zu erhöhen. Erst dann können die Klimaziele im Gebäudebereich auch erreicht werden. Außerdem muss sie dafür sorgen, dass Vermieterinnen und Vermieter den CO2-Preis zu 100 Prozent zahlen. Denn sie sind diejenigen, die für klimaschädliche Heizungen auch verantwortlich sind."

Pressekontakt:

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
030 2400867-74, 0170 7686923, metz@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Farbige Hochleistungsbeschichtung  MC-Color LE setzt Standards im Innenbereich Ruheinseln im urbanen Raum
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.02.2021 - 12:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1881865
Anzahl Zeichen: 3788

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Bau & Immobilien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 369 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klimaziele werden im Gebäudebereich nicht erfüllt: Bundesregierung muss endlich Reformstau angehen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Hitzeschutz im Bundestag - Deutsche Umwelthilfe: Bäume und Stadtgrün sind kritische Infrastruktur ...
Inmitten der aktuellen Hitzewelle hat der Bundestag gestern unter anderem den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion "Städte klimafit machen" behandelt und an den Umweltausschuss überwiesen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die darin enthaltenen Maßnahmen zur Entsiegelung und Beg

Neues verpflichtendes Sammelstellenlogo zur Rückgabe von Elektroschrott: Deutsche Umwelthilfe kündigt Überprüfung im Handel an ...
- Ab 1. Juli müssen zur Rücknahme alter Elektrogeräte verpflichtete Händler die Rückgabe durch ein einheitliches Sammelstellenlogo sichtbar machen - DUH kündigt Stichprobentests zu neuen Rücknahme- und Kommunikationspflichten im stationären und Online-Handel an - Sonderfall E-Zigarette

Deutsche Umwelthilfe zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Bundestag: "Generalangriff auf Natur- und Klimaschutz ohne Rücksicht auf Verluste" ...
Das sogenannte "Infrastruktur-Zukunftsgesetz" zur Beschleunigung grauer Infrastruktur soll am morgigen Freitag in zweiter und dritter Lesung im Bundestag verabschiedet werden. Es enthält massive Einschnitte für den Umwelt- und Naturschutz und schwächt Beteiligungsrechte. Sascha Mülle


Weitere Mitteilungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.


Farbige Hochleistungsbeschichtung MC-Color LE setzt Standards im Innenbereich ...
Mit der farbigen Hochleistungsbeschichtung MC-Color LE komplettiert MC-Bauchemie ihr modulares Oberflächenschutzprogramm MC-Color. MC-Color bietet hochmoderne Oberflächenbeschichtungen rund um den Schutz und die farbliche Gestaltung von Betonoberflächen in Außenbereichen. Mit MC-Color LE können

My home is my castle - doch ist das wirklich so? ...
Möglichst funktional für Arbeit und Schulunterricht, behaglich und entspannend in der Freizeit, das ist der Anspruch an die eigenen vier Wände. In diesen Tagen möchten es sich viele mehr denn je daheim schön machen – und auch sicher? Der Frühling ist oftmals die Zeit des Aufbruchs: Frühlin

Optimaler Sonnenschutz ...
Das Gastronomieunternehmen Gastro & Soul GmbH hat seine neue Europazentrale in Hildesheim bezogen. Die hellen Büroräume ermöglichen ein angenehmes Arbeitsklima und die großzügig gestalteten Besprechungsräume bieten bei optimalem Tageslichteinfall einen komfortablen Raum zum gemeinsamen Aus

Wenn der Bodenbelag Fußpilz verhindert ...
UNIQUE SOFT TILE - die weichen Bodenfliesen für Feuchträume und Außenbereiche OSTACON Bodensysteme stellt eine neue Kollektion weicher Bodenbeläge für Feuchträume vor Antibakterielles PE-Kunststoff-Material verhindert Fußpilz. Die Bodenfliesen, Typ UNIQUE SOFT TILE, bestehen aus antibakteriel


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z