Achtung Sperrfrist (Print, Radio, Online): 18 Uhr + Nachrichtenagent.: Keine Sendesperrfrist, mit Sperrfristvermerk veröffentlichen / ARD-DeutschlandTrend: Deutliche Verluste für Spahn und Altmaier
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Sechs Monate vor der Bundestagswahl ist die Frage der Spitzenkandidaten oder -kandidatinnen weiterhin nicht für alle Parteien geklärt. Von den beiden potenziellen Bewerbern um die Unions-Kandidatur schneidet der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder im Bevölkerungsurteil mit unverändert 54 Prozent weiter deutlich besser ab als Armin Laschet. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und CDU-Parteivorsitzende erreicht einem Zuspruch von 35 Prozent (-2). Die Arbeit des Grünen-Vorsitzenden und möglichen Spitzenkandidaten der Partei, Robert Habeck, bewerten aktuell 29 Prozent (-2 im Vgl. zu Januar) positiv. Mit der politischen Arbeit des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner sind unverändert 26 Prozent zufrieden. Wen die Linke im September ins Rennen schicken wird, ist ebenfalls nicht entschieden. Die frisch gewählte Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow kommt aktuell auf eine Zustimmung von 9 Prozent; ist aber der Mehrheit der Befragten noch kein Begriff. Auch in der eigenen Partei ist sie bei zwei Dritteln (66 Prozent) noch unbekannt. Die Arbeit von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen wird weiterhin von 11 Prozent (+4) positiv gesehen.
Nach 55 Prozent im Vormonat sind aktuell 50 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 49 Prozent üben Kritik. Das ist der schlechteste Wert für das Berliner Kabinett seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Ein wohlwollendes Zeugnis stellen der Koalition die Anhänger von Union (82:17 Prozent) und SPD (60:39 Prozent) aus. In den Reihen der Grünen (51:47 Prozent) halten sich Zustimmung und Ablehnung derzeit nur noch etwa die Waage. In den Reihen von Linken (39:61 Prozent), FDP (34:66 Prozent), vor allem aber der AfD (7:93 Prozent) überwiegt die Kritik.
Bei einer Bundestagswahl zum aktuellen Zeitpunkt käme die CDU/CSU auf 33 Prozent (-1), der niedrigste Unions-Wert im ARD-DeutschlandTrend seit Ausbruch der Pandemie im März letzten Jahres (27 Prozent). Der Koalitionspartner SPD verbessert sich demgegenüber leicht. Mit aktuell 16 Prozent bliebe die SPD bislang allerdings hinter den Grünen, die 20 Prozent (-1) in Aussicht hätten. Die AfD legt im März um 1 Punkt auf 11 Prozent zu. Die Linke (+1) schließt zur FDP auf und hätte wie die Liberalen (-1) 7 Prozent in Aussicht. Alle übrigen Parteien kämen zusammen unverändert auf 6 Prozent (+/-0). Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend am Montag und Dienstag dieser Woche ergeben.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland
- Fallzahl: 1.296 Befragte;
- Erhebungszeitraum: 01.03.2021 bis 02.03.2021
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon*- und Online-Befragung
- Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
- Die Fragen im Wortlaut:
- Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?
- Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und Politikern sind. Wenn Sie jemanden nicht kennen oder nicht beurteilen können, geben Sie das bitte an. Sind Sie mit der politischen Arbeit von (...) sehr zufrieden, zufrieden, weniger zufrieden, gar nicht zufrieden?
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Datum: 04.03.2021 - 18:05 Uhr
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